ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:07 Uhr

Hoyerswerda
Industriemuseum und Jugendklub Ossi wollen jetzt zusammenarbeiten

Die Mitarbeiterinnen der Energiefabrik Sophia Müller (l.) und Juliane Wünsche (r.) danken Franziska Grabowski (M.) und ihrem Team vom Ossi. Die vier jungen Leute in der hinteren Reihe haben mitgetanzt.
Die Mitarbeiterinnen der Energiefabrik Sophia Müller (l.) und Juliane Wünsche (r.) danken Franziska Grabowski (M.) und ihrem Team vom Ossi. Die vier jungen Leute in der hinteren Reihe haben mitgetanzt. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Zwei Preise bei einem Tanzwettbewerb waren die Initialzündung. Von Katrin Demczenko

Das Sächsische Industriemuseum Knappenrode und das Hoyerswerdaer Jugendklubhaus (JKH) Ossi wollen künftig zusammenarbeiten. Das ist das Resümee eines bereits sehr erfolgreichen Miteinanders, das im Frühjahr zu zwei Preisen beim europaweiten Tanzprojekt Work it out der European Route of Industrial Heritage (ERIH) geführt hatte. Eine vorgegebene Choreografie war von vielen Teilnehmern aus der Lausitz in der ehemaligen Motorenhalle getanzt und Filmaufnahmen, wie auch die von anderen ERIH-Standorten, bei Youtube eingestellt worden. Der Veranstalter zählte die Klicks und Likes der Beiträge und das Video aus Knappenrode gewann einen zweiten und einen dritten Preis, wie die Museumspädagogin der Energiefabrik, Juliane Wünsche, informiert.

Ohne die Hilfe des Ossi hätte es diesen Erfolg nicht gegeben. Deshalb übergab das Industriemuseum dem Partner einen Teil des Preisgeldes. Die Ossi-Leiterin Franziska Grabowski hatte dem Tanzprojekt sofort zugestimmt und Tänzer gesucht. Sie nannte auch andere Adressen inner- und außerhalb von Hoyerswerda, um weitere Teilnehmer zu finden, sagte Juliane Wünsche bei der Übergabe der 200 Euro. Schließlich hatte die Tanzpädagogin im Saal des Ossi noch einen Workshop zur Erarbeitung der Choreografie geleitet.

Das Industriemuseum Knappenrode möchte nun mehr Veranstaltungen für Jugendliche anbieten. Diese sollen die Heranwachsenden an die Industriegeschichte ihrer Heimat und die Bedeutung des Braunkohlebergbaus heranführen, erklärte Juliane Wünsche. Für die zweite Woche der Herbstferien wird deshalb auf dem Gelände der ehemaligen Brikettfabrik ein fünftägiger Graffiti-Workshop mit dem Streetart-Künstler René Kruner geplant. Eine Ruine nahe dem jetzigen Eingang der Energiefabrik soll mit Jugendlichen künstlerisch gestaltet werden. Der Kontakt zu René Kruner entstand über das Ossi.

Eigenständig hat das Sächsische Industriemuseum das Fabmobil, einen mit Digitaltechnik und Werkzeugmaschinen ausgestatteten Doppeldeckerbus eingeladen. Am 23. und 24. August, zwischen 14 und 19 Uhr, und am 25. August, von 10 bis 16 Uhr, findet darin ein dreitägiger Workshop für Schüler ab zwölf Jahren und Erwachsene statt. Es gibt zwölf Plätze und deshalb ist eine Anmeldung notwendig, sagte Juliane Wünsche.