ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:45 Uhr

In zehn Tagen feiert das Doppeldorf seine Festspiele

Ortsvorsteher Lothar Kujasch zeigt die Plakate für die 39. Deutsch-Sorbischen Dorffestspiele vom 22. bis 24. August.
Ortsvorsteher Lothar Kujasch zeigt die Plakate für die 39. Deutsch-Sorbischen Dorffestspiele vom 22. bis 24. August. FOTO: S. Bartholome
Bröthen/Michalken. Das Doppeldorf Bröthen/Michalken feiert in zehn Tagen die 39. Deutsch-Sorbischen Dorffestspiele. Ortsvorsteher Lothar Kujasch begleitet die Vorbereitungen mit seinem Team seit mehr als 15 Jahren.

Wie viele Personen sind an der Organisation beteiligt?
Wir sind etwa zehn Leute aus sieben Vereinen wie der Tanz- und Seniorengruppe, Jugendclub oder Feuerwehr, die sich an den Vorbereitungen beteiligen.

Was ist noch bis zum Start zu tun?
Nächste Woche werden die Bierwagen gebracht und das Zelt wird aufgebaut. Los geht es dann am Freitag mit dem Seniorennachmittag - eine gemeinsame Veranstaltung von Bröthen und Michalken. Dort wird es auch ein Kleinbus für die Bewohner nach Bröthen und zurückgeben.

Was ist für Sie das Besondere an den Dorffestspielen?
Wir gehören zu denjenigen, die noch die sorbische Kultur einbringen. Wir versuchen, unsere Kinder an die Traditionen heranzuführen und das Brauchtum am Leben zu erhalten.

Warum wurden die deutsch-sorbischen Dorffestspiele ins Leben gerufen?
Früher sind wir als Hochzeitstrupp noch von Bröthen von Ort zu Ort gelaufen. Es gab auch vorher schon viele Feste. Aber um das Jahr 1975 haben wir dann angefangen zu zählen. Da lagen aber auch einige Jahre dazwischen, in denen zum Beispiel nur das Hoffest stattfand. Der damalige Dorfclubchef Max Donath hat die Festspiele angeschoben und sich dafür starkgemacht.

Auf welchen Höhepunkt können sich die Besucher freuen?
Erstmalig gestalten unsere Kinder der Tagesstätte "Waldsee" und die Kindertanzgruppe der Sorbischen Tanz- und Trachtengruppe Bröthen einen Programmpunkt allein. Außerdem bieten wir wieder unsere Sport-Gaudi-Wettkämpfe als Familienstaffel und unser Seifenkistenrennen an.

Wie viele Besucher erwarten Sie?
In den vergangenen Jahren hatten wir immer um die 500, zu DDR-Zeiten sogar mal um die 5000 Besucher. Mittlerweile ist am Wochenende überall richtig viel los.

Was haben Sie im nächsten Jahr zum 40. Jubiläum geplant?
Das wissen wir noch nicht genau. Die deutsch-sorbischen Festspiele verschieben wir eventuell sogar, weil wir nächstes Jahr wieder dran sind, das Hoffest zu gestalten. Wir können nur ein großes Event bestreiten.

Mit Lothar Kujasch sprach

Sophie Bartholome

Zum Thema:
Freitag: Seniorentanzkaffee mit Überraschungen (15 Uhr), Rommé-/Doppelkopfturnier im Bürgerhaus (19 Uhr).Samstag: Spiel und Spaß mit Seifenkistenrennen und Gaudi-Wettkämpfen (ab 14 Uhr), Tanz mit Gunnars Partyband auf dem Dorfplatz (19.30 Uhr), Fackel umzug (21.30 Uhr)Sonntag: Gottesdienst in der Scheune Metaschk (9.30 Uhr), Musikalisches Frühshoppen (10.30 Uhr), Eröffnung Marktstände (11 Uhr), Buchlesungen in der Heimatstube, Eröffnung der Kinderspielanlage, Nachmittagsprogramm mit der Kindertagesstätte "Waldsee" sowie der Kindertanzgruppe (14 Uhr), Manuel Meier mit Akkordeon, Musikalhumoristen Hanpets (15 Uhr), Musikalischer Ausklang (ab 17 Uhr).