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| 02:46 Uhr

In Hoyerswerdaer Amazonas ziehen Skalare und Welse ein

Auch Skalare schwimmen in dem neu gestalteten Aquarium.
Auch Skalare schwimmen in dem neu gestalteten Aquarium. FOTO: Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH
Hoyerswerda. Im neuen Amazonasbecken im Tropenhaus des Zoo Hoyerswerda sind die ersten Bewohner eingezogen. In verschiedenen Farben und kräftigen Tönen beleben jetzt 96 Fische das neu gestaltete Aquarium, informiert Stefanie Jürß von der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH in einer Pressemitteilung. red/dh

Zu den Arten gehören unter anderem Roter Neon, Blutsalmler, Panzerwels und Skalar. Später sollen noch weitere Tiere folgen. Insgesamt soll das Becken einmal 600 Bewohner beherbergen. "Diese werden nun nach und nach eingesetzt, sodass sich die Fische besser an das neue Zuhause gewöhnen können", so Stefanie Jürß.

In den letzten drei Monaten wurde das alte Aquarium von Grund auf umgestaltet und ausgebaut, wie die Zoobetreiber weiter informieren. Mit neuer Technik und moderner Filtrationsanlage biete es optimale Bedingungen für im Amazonas heimische Süßwasserfische. "Die Anschaffungen für das neue Becken und dessen Ausgestaltung wurden durch die großartige Unterstützung des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda möglich", heißt es in der Pressemitteilung. Die vielen Pflanzen, die dem Aquarium erst das neue Aussehen verleihen, stammen von vielen verschiedenen Unterstützern, wie dem Verein der Aquarienfreunde "aquarica" Hoyerswerda, dem Botanischen Garten Dresden und dem ehemaligen Zoodirektor Dr. Werner Jorga.

Der 6500 Kilometer lange Amazonas in Südamerika ist der Pressemitteilung zufolge besonders reich an Sedimenten und Huminsäure, wodurch er seine typische Braunfärbung erhält. Mit 206 Millionen Litern pro Sekunde ist er der wasserreichste Fluss der Erde. Das Amazonasbecken zählt zu den artenreichsten Regionen überhaupt. Allein 1500 Fischarten besiedeln den Amazonas und seine Nebenflüsse. Seltene Arten, wie Seekühe und Amazonasdelfine, aber auch Wasserschweine und Jaguare sind im Amazonasbecken ebenfalls zu finden. Durch die Rodung der umliegenden Urwälder für Holzernte, Viehhaltung und Ackerbau sind die Region und ihre Artenvielfalt bedroht. Aber auch der Abbau von Gold mit Hilfe von Quecksilber zerstört den Amazonas als Lebensraum.