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| 18:11 Uhr

Professionelle Vorbereitung für „Jugend musiziert“
In Hoyerswerda lernt man von den Besten

 Nikola Nechev, Johanna Scholze und Prof. Dr. Haupt üben.??Foto: Katrin Demczenko
Nikola Nechev, Johanna Scholze und Prof. Dr. Haupt üben.??Foto: Katrin Demczenko FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Erstmals hilft ein Meisterkurs künftigen Teilnehmern von „Jugend musiziert“. Dazu kam ein Hochschullehrer in die Stadt. Von Katrin Demczenko

Dieses Jahr beginnt der 56. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und in Hoyerswerda wird am ersten Februarwochenende der 28. Regionalwettbewerb Sachsen-Lausitz ausgetragen. Vorher veranstalten der Trägerverein des Regionalwettbewerbes und die hiesige Wohnungsgesellschaft erstmals in der städtischen Musikschule einen Meisterkurs für vier Duos aus Querflötisten und Pianisten. Sie treten am 3. Februar in der Aula des Lessinggymnasiums in der Kategorie Klavier und Holzblasinstrument an, berichtet die Geschäftsführerin des Trägervereins Christiane Vogel.

Die Musikschüler dürfen je nach Alter 60 oder 90 Minuten lang unter Anleitung des ehemaligen Soloflötisten der Staatskapelle Dresden und langjährigen Lehrer an der Musikhochschule Dresden, Prof. Dr. Eckart Haupt an ihren Programmen erarbeiten. Der Gast führt solche Kurse durch, wie er erklärt, um den Teilnehmern die Vielfalt europäischer Kultur zu vermitteln und begabte Flötentalente zu finden, die er vielleicht später im Studium zu Spitzenleistungen führen kann. Mit diesem Ansatz war er auch schon Vorsitzender der Jury für Flötisten bei den Regionalwettbewerben in Hoyerswerda.

Zuerst spielen die zwölfjährige Ella Lois Schulze auf der Querflöte und die 13-jährige Hanna Näther am Klavier, beide von der Kreismusikschule Bautzen, Prof. Dr. Haupt das Russische Zigeunerlied von Wilhelm Popp vor, der im 19. Jahrhundert gelebt hatte. „Na also, geht doch“, hören die Mädchen, ehe sie mit dem Hochschullehrer das Stück intensiv durchgingen. Da spielte die Atemtechnik der Flötistin eine Rolle, der Charakter der Musik, der Ausdruck finden soll und das Miteinander der Instrumentalisten in Bezug auf Lautstärke und Rhythmus. „Um besser zu werden, müssen die Schüler lernen, sich zuzuhören“, erklärt Prof. Dr. Haupt.

Auch die beiden Hoyerswerdaer Duos, Paul Sannikow (Querflöte) mit Jessica Maslok (Klavier) und Johanna Scholze (Querflöte) mit Nikola Nechev (Klavier) dürfen dem Hochschullehrer ihre Programme vortragen. Die neunjährige Johanna und der ein Jahr ältere Nikola spielten eine Sonate von Johann Baptist Vanhal aus dem 18. Jahrhundert und zwei moderne Stücke von Jardanyi Pal und Daniel Hellbach vor. Munter musizieren die beiden jüngsten Meisterschüler, aber etwas Aufregung schwang schon mit, denn nicht immer hört ihnen schließlich ein Professor zu. Der Hochschullehrer stellt sich dann freundlich und gut erklärend auf die Kinder ein und so bekommt Johanna den Tipp, einem schwierigen Lauf auf der Flöte Leichtigkeit zu verleihen, indem sie sich rollende Kiesel in einem Bach vorstellt.

Die Wittichenauerin erzählt, dass sie schon einmal bei „Jugend musiziert“ startete und mit Nikola übt, während die Eltern zusammen Kaffee trinken. Der zehnjährige Pianist will sein Debüt bei dem Wettbewerb geben und ist schon gespannt auf das ganze Drumherum.