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| 13:30 Uhr

Tag der offenen Tür
In diesem Haus in Hoyerswerda lebt Gemeinschaft

 Sabine Müller vom im Haus der Parität ansässigen Verein Elpida, der christliche Lebenshilfe leistet, spielt mit Enkel Eliah.
Sabine Müller vom im Haus der Parität ansässigen Verein Elpida, der christliche Lebenshilfe leistet, spielt mit Enkel Eliah. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Vereine und Selbsthilfegruppen sind im Haus der Parität unter einem Dach vereint. Der Tag der offenen Tür hat das gezeigt. Von Katrin Demczenko

Alle Vereine, Selbsthilfegruppen und Projektträger im Haus der Parität haben sich wieder ins Zeug gelegt, um einen schönen Tag der offenen Tür zu gestalten Zuerst sang der Chor der Volkssolidarität. Die Initiative „Weitblick mit Herz“ zeigte ein Kulturprogramm. Auf der Bühne standen Eltern mit ihren behinderten Kindern und ehrenamtliche Betreuer mit ihren Schützlingen, die in den Lausitzer Werkstätten arbeiten.

Andere Helfer grillten für die Gäste Bratwürste, boten selbstgebackenen Kuchen an und betreuten eine Tombola. Die Haussprecherin Christine Pavelka und Gisela Lossack vom Bund der Vertriebenen Stadtverband Hoyerswerda waren Hauptorganisatoren der Veranstaltung. Hier lebt Gemeinschaft, es bestehen Hilfsanbote zur Selbsthilfe in schwierigen Lebenslagen. Das sagt Gisela Lossack.

Christine Pavelka informiert, dass Vertreter alle Anbieter immer Dienstag und Donnerstag von 10 bis 13 Uhr im Haus sind. Die Selbsthilfegruppe für Arbeitslose berät neu auch am Mittwoch von 10 bis 14 Uhr zu sozialen Themen. „Das ist keine Rechtsberatung“, sagte die Haussprecherin.

Seit Dezember 2018 sind auch die letzten freien Räume im Obergeschoss belegt, weil die neu gegründete Stiftung St. Martin dort ein Projekt für suchtkranke Menschen betreibt. Bereichsleiter Thomas Kucharek. Die Teilnehmer werden vom Jobcenter zugewiesen. Sie sollen während eines Jahres wieder einen geregelten Tagesablauf erlernen, mit Holz arbeiten und sich im Garten- und Landschaftsbau ausprobieren. Sie pflegen Grünanlagen und Beete rund um das Haus der Parität und tragen so zur Werterhaltung des Objektes bei, sagt Maßnahmeleiter Thomas Schönfeld. Um den Menschen umfassend zu helfen, erfolgt eine Zusammenarbeit mit Suchtberatern des ebenfalls von der neuen Stiftung geführten Bethesda-Hauses in der Altstadt.

Beate Möller informiert zum Sommerlager im tschechischen Doksy. Erfahrene Betreuer reisen mit den 7- bis 15-jährigen Schülern dorthin. Die Älteren können zusätzlich im September zum Tag der Sachsen nach Riesa fahren. Sie nehmen in den Kostümen des Neptunfestes am Festumzug teil und gestalten so das größte sächsische Vereinsfest mit, erklärt Beate Möller weiter.