Die RUNDSCHAU kam mit der Trainerin des TSC, Rosmarie Schulze, ins Gespräch. und wollte zunächst wissen, wer auf die Idee kam, Tanzturniere zu veranstalten„
Die Geschichte des Turniertanzes reicht bis in das Jahr 1964 zurück. Auf die Idee kamen wir, als in der Tanzschule Schulze die ersten Kinderpaare im Alter von sechs und sieben Jahren trainierten. Mit der Ausschreibung von Tanzturnieren um den „Frösi“ -Pokal, benannt nach einer Kinderzeitschrift in der DDR, nahmen auch Kinderpaare von uns, vom Club für Gesellschaftstanz Hoyerswerda, daran teil. In der Geschichte des „Frösi“ -Pokals standen Paare unseres Tanzclubs 13mal auf dem Siegerpodest. Dreimal richteten wir ein solches Turnier aus. Wir haben auch schon Turniertanztage im damaligen Haus der Berg- und Energiearbeiter, der heutigen Lausitzhalle durchgeführt. Eingeladen wurde zu Nachwuchsturnieren und großen nationalen Tanzturnieren. Später fanden sie mit internationaler Beteiligung, mit tschechischen und polnischen Paare statt. Mit der Wende mussten wir uns neu formieren, einen Verein gründen und uns einen neuen Namen geben. Das Tanzsport-Center Hoyerswerda hielt an der Tradition fest, hochkarätige Tanzturniere mit nationalen Spitzenpaaren in der Lausitzhalle zu veranstalten. Und schon bald, ab Mitte der 90er-Jahre, konnten wir zu internationalen Tanzturnieren mit Paaren aus Österreich, den Niederlanden, Polen, Tschechien und Deutschland einladen. 2006 laden wir nun zum 15. internationalen Tanzturnier über zehn Tänze ein.

Wie kommt es, dass Sie bereits ein Jahr im Voraus den nächsten Turniertermin verkünden können“
Die Turnierplanung für das kommende Jahr wird immer im September des laufenden Jahres abgeschlossen. Zum einen ist der Termin, der beim Deutschen Tanzsportverband (DTV) eingereicht werden muss, schon von ihm bestätigt worden. Und dieser Termin ist dann auch bereits im Veranstaltungskalender der Lausitzhalle festgeschrieben. Tanzturniere werden über das ganze Jahr für Deutschland geplant. Die Einladungen für Paare aus dem Ausland müssen wir bereits im Februar beim Deutschen Tanzsportverband einreichen. Wir als TSC dürfen Tanzpaare nicht selbstständig einladen. Der Instanzenweg bis die Zusage erfolgt, ist deshalb recht langwierig und kompliziert. In diesem Jahr wünschen wir uns hochkarätige Tanzpaare aus Polen, Tschechien, Holland, Österreich und Russland. Spitzentanzpaare aus Deutschland werden von uns im April / Mai angeschrieben. Das gleiche Prozedere betrifft auch die Einladung von Wertungsrichtern.

Das Rahmenprogramm, das während der Wertungspausen aufgeführt wird, ist Spiegelbild von enormem Trainingsfleiß und einer ausgefeilten Choreografie. Wann beginnen Sie mit der Erarbeitung der Show?
Bis Mai müssen wir wissen, was wir einstudieren wollen, welche Musik auszuwählen ist und welche Kostüme wir benötigen. Da im Vorfeld traditionell der internationale Tanzlehrerkongress (INTAKO) stattfindet, bringe ich die neuesten Tänze von diesem Erfahrungsaustausch mit. Wichtig ist für uns immer, recht viele Kinder und Jugendliche von der Tanzschule Schulze und vom Tanzsport-Center Hoyerswerda auf der Bühne agieren zu lassen. Auf alle Fälle wollen wir ein Medley aus Jitterbug, Boogie und Rock'n'Roll zusammenstellen und möglichst viele Gruppen mit einbeziehen. Die Tanzlehrerin Anita Babig will eine moderne Choreografie in der Richtung Hip Hop mit Jugendlichen erarbeiten. Und dann haben wir noch ein ganz tolles außergewöhnliches Bonbon in petto, aber das möchten wir noch nicht verraten. In die heiße Phase der Erarbeitung des Rahmenprogramms geht es immer im Sommer im einw*a mp*ouml;chigen Trainingslager. Da müssen die Formationen bereits stehen. Ganz wichtig ist natürlich, Sponsoren und Förderer für unsere Vereinsarbeit zu gewinnen, damit wir überhaupt so ein internationales Tanzturnier ausrichten können.

Mit der Trainerin des TSC, ROSMARIE SCHULZE, sprach Heiderose Kinastowski