Intendant Wolfgang Schaller hatte es sich nicht nehmen lassen, mit seinem Ensemble von der Elbe an die Schwarze Elster mitzureisen, um das Hoyerswerdaer Publikum persönlich zu begrüßen, außerdem gab es im Foyer einen Informationsstand, an dem viele Fragen beantwortet werden mussten. Wolfgang Schaller erinnerte daran, dass ihn mit Hoyerswerda die Gründung der Neuen Lausitzer Philharmonie verbindet und er sich freue, dass sich nun auch die Solisten, der Chor und das Orchester der Staatsoperette, der er seit fünf Jahren vorsteht, einmal in der Lausitzhalle vorstellen dürfen.
Die Operette "Wiener Blut” war da natürlich besonders prädestiniert, um Publikum anzulocken. Sie gilt bekanntermaßen als die letzte Operette des Wiener Walzerkönigs, an der er selbst nur noch wenig mitwirkte. Die Staatsoperette Dresden stellte "Wiener Blut” in einer szenischen Aufführung dar. Das Orchester unter der Leitung von Andreas Henning musizierte auf der Bühne, die Solisten und der Chor sangen in Kostümen, doch es gab kein Bühnenbild.
Dafür aber viel Walzerseligkeit, denn die meisten Melodien in "Wiener Blut” sind Walzer, allen voran der Titelwalzer. Neben diesem gelten als besondere musikalische "Sahnehäubchen” im "Wiener Blut” Gabrieles Arie "Grüß dich Gott, du liebes Nesterl” und das Duett Balduin/Josef "Du süßes Zuckertäuberl mein”. Das Lausitzhallenpublikum sparte nicht mit Beifall und zollte auch dem Orchester viel Applaus. Andreas Henning zeigte sich mit seiner schwungvollen Stabführung als Operettendirigent mit Herz und Seele.
Das Lausitzhallenpublikum dankte mit lang anhaltendem Beifall den Mitwirkenden der Staatsoperette Dresden. (no)