Die saisonale Grippe-Welle (Influenza) ist im Landkreis Bautzen stärker als im Vorjahr ausgefallen. Damit stehen die Bautzener Zahlen im Gegensatz zu den Werten für den gesamten Freistaat. Zwischen Oktober 2019 und Ostern 2020 hat es im Landkreis Bautzen 1528 nachgewiesene Influenza-Fälle gegeben, 177 mehr (1351) als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Im Landkreis Bautzen hat es in der jüngst abgelaufenen Grippe-Saison ein Todesopfer gegeben.

Für den gesamten Freistaat Sachsen sind laut zuständigem Staatsministerium 20 582 Influenza-Fälle verzeichnet worden, darunter 50 Todesfälle. Die Verstorbenen waren laut Statistik zwischen 20 und 95 Jahren alt, wobei der Durchschnitt bei 81 Jahren liegt. Bei allen hätten Vorerkrankungen vorgelegen, heißt es. Zum Vergleich: In der Grippesaison 2018/19 hatte es sachsenweit 22 642 Fälle gegeben. Damals waren 74 Menschen verstorben (Altersdurchschnitt: 78,5 Jahre).

Elf Prozent der sächsischen Erkrankten mussten im Krankenhaus behandelt werden

Laut Staatsministerium konnten von den mehr als 20 000 Erkrankten innerhalb der vergangenen sechs Monate 97,2 Prozent keinen aktuellen Grippe-Impfschutz nachweisen. Elf Prozent der Erkrankten seien im Krankenhaus behandelt worden.

Staatsministerin Petra Köpping (SPD) appelliert an alle Bürger, Grippeschutzimpfungen wahrzunehmen: „Die aktuellen Zahlen zeigen auch, wie wirkungsvoll diese Maßnahme ist.“ Laut Köpping sollen sich alle Bürger weiterhin bei ihrem Hausarzt über den richtigen Zeitpunkt für eine Impfung für die kommende Saison informieren.