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| 18:34 Uhr

Hoyerswerda
Im Tropenhaus Hoyerswerda sind die Affen los

Jetzt können die Hoyerswerdaer Zoobesucher wieder freilaufende Äffchen im Tropenhaus bestaunen.
Jetzt können die Hoyerswerdaer Zoobesucher wieder freilaufende Äffchen im Tropenhaus bestaunen. FOTO: Zoo Hoyerswerda
Hoyerswerda. Zoobesucher können freilaufende Weißbüschelaffen erleben. Bald sollen Tropenvögel hinzukommen. Von Anja Hummel

Schüchtern blinzelt das flauschige Gesicht mit den weißen Barthärchen aus der Holzluke hervor. Der kleine Affe hat den besten Überblick über das Tropenhaus im Zoo Hoyerswerda – er sitzt hoch oben direkt über dem Zuhause der beiden Kubakrokodile Jaco und Primus. Und plötzlich gesellt sich ein zweites Weißbüscheläffchen dazu. Langsam aber sicher erkundet das Pärchen sein neues Territorium: das gesamte Tropenhaus.

Dort können Zoobesucher die brasilianische Affenart ab sofort wieder hautnah erleben. „Aber bitte nur gucken“, betont Zooleiter Eu­gène Bruins. Füttern und anfassen sind nicht gestattet. „Erstens können die Affen beißen. Und zweitens können sie von anderem Futter schnell zuckerkrank werden“, erklärt Bruins. Einen Namen haben die beiden bisher nicht. Zwei und drei Jahre alt sind sie und damit im besten Paarungsalter. „Ich hoffe, dass bis Ende des Jahres die ersten Jungtiere geboren werden“, sagt der Zoochef. So soll in den nächsten Jahren wieder eine Gruppe von etwa 14 Affen im Tropenhaus heranwachsen. „In der Gruppengröße leben sie auch in freier Wildbahn“, so Eugène Bruins. Bis vor zwei Jahren turnten im Tropenhaus schon einmal Weißbüscheläffchen umher. „Viele Besucher haben nachgefragt, wann es die Affen im Tropenhaus wieder gibt“, erzählt der Zooleiter.

Seit drei Monaten lebt das Pärchen in Hoyerswerda. Es kommt aus Braunschweig und Jocksdorf. Im Tropenhaus kann sich das junge Paar auf stabilen Seilen hin und her bewegen und dabei auch den einen oder anderen Tropenhausbewohner einen Besuch abstatten. Bei wem die Affen das aber besser sein lassen sollten: Primus und Jaco, den Kubakrokodilen. Der Zoo hat vorgesorgt. Das Domizil der Krokos wurde mit Netzen auch von oben komplett unzugänglich gemacht.

Damit noch mehr Tropengefühl im Haus aufkommt, bekommen die Affen bald Gesellschaft von verschiedenen Vogelarten, beispielsweise den Glanzstaren. „Dann wird es hier wie verrückt zwitschern, flattern und zirpen“, kündigt Zoochef Bruins an.