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| 14:28 Uhr

Lauta drei Tage in Partystimmung
Im Stil der 20er feiert die Gartenstadt ihren Hundertsten

Interessante Gartenstadt-Führungen trugen zum Gelingen des Festes bei: Walther Blankenberg gab Wissenswertes über die Gartenstadt preis.
Interessante Gartenstadt-Führungen trugen zum Gelingen des Festes bei: Walther Blankenberg gab Wissenswertes über die Gartenstadt preis. FOTO: Anja Guhlan
Lauta. Ein buntes Programm und interessante Führungen haben drei Tage lang viele Besucher an den Anger in Lauta-Nord gelockt und begeistert. Auch die Organisatoren sind hochzufrieden. Von Anja Guhlan

Die Gartenstadt Lauta-Nord hat in den vergangenen drei Tagen ausgiebig gefeiert. Grund dazu lieferte das 100-jährige Bestehen der Gartenstadt. Die Stimmung war gut. So besuchten am Freitagabend bereits zahlreiche Gäste das Konzert von Tino Eisbrenner. Doch offiziell eröffnet wurde das Gartenstadt-Fest erst am Samstagnachmittag von Lautas Bürgermeister Frank Lehmann und Kerstin Berthold, der Vorsitzenden des Vereins „Freunde der evangelischen Kirche Lauta-Stadt“, die in einer  Kutsche vorgefahren kommen. So wie es sich vor 100 Jahren gehörte.

100 Jahre Gartenstadt Lauta FOTO: Anja Guhlan

Kerstin Berthold trägt wie alle anderen Vereinsmitglieder Kleidung der 1920er-Jahre. „1918 wurde diese Gartenstadt errichtet, und es ist heute eine der größten Gartenstadtsiedlungen in der Region“, erläutert Kerstin Berthold stolz. Auch der Bürgermeister ist stolz auf dieses Flächendenkmal der ersten Güte: „Diese Siedlung hatte damals den Vorzeigecharakter für das Aluminiumwerk Fachkräfte zu gewinnen. Die Fachkräftesuche ist heute aktueller denn je. Möge der Charme dieser Siedlung auch heute noch jede Menge dieser Fachkräfte anziehen.“ Auch Landrat Michael Harig (CDU) ist vorbei gekommen, um dieses Jubiläum zu würdigen. „Es ist ebenfalls ein großer Glanzpunkt für uns im Landkreis. Im Namen des Landkreises wünsche ich dieser Gartenstadt weitere 100 Jahre.“

Zum 100-jährigen Gartenstadtjubiläum hatte der Verein auch dementsprechend viel organisiert: Turmbesteigungen auf den Kirchturm, eine Parkführung mit Antje Weiß  aus der Stadtverwaltung, fast stündliche Gartenstadtführungen mit Wissenswertem über den Aufbau der Gartenstadt, Spiele wie vor 100 Jahren, eine Ausstellung mit den Gesichtern einer Hundertjährigen und jede Menge Musik unter anderem vom Orchester Lausitzer Braunkohle.

„Ich finde es toll, dass auch mal wieder in Lauta was los ist“, sagt Besucher  des Festes Andreas Rohatsch. Er hat auch an der Park- und Gartenstadt-Führung teilgenommen. „Ich bin zwar selbst Lautaer, aber bei den Führungen ist schon das eine oder andere Neue dabei gewesen“, sagt er. Hans-Ulrich Niemann, der seit 1970 in Lauta wohnt, fand die Führungen ebenfalls sehr spannend. Auch er habe einiges Neues erfahren. Viele der Teilnehmer wussten beispielsweise nicht, dass die Gartenstadt noch hätte erweitert werden sollen. Laut den einstigen Plänen sollte die Achse Kirche – Anger – Markt die direkte Mitte sein und sich das Gebäudeensemble mit Arbeiterwohnhäusern, Angestellten- und Beamtenhäusern sowie Direktorenvillen auf der Westseite an der gegenüberliegenden Ostseite nochmal widerspiegeln.

„Wir freuen uns über ein gelungenes Jubiläumsfest“, erklärt Vereinsvorsitzende Kerstin Berthold zum Abschluss. Der Verein  organisierte das Fest in Zusammenarbeit vieler anderer Vereine der Stadt und Ortsteile. „Und es hat alles wunderbar funktioniert“, sagt sie und will sich auch bei allen Mitwirkenden  und Besuchern für das tolle Fest bedanken.