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| 19:21 Uhr

Fußball-WM 2018
Im Rathaus wird für die Zeit der WM kaum mit Lärm gerechnet

Gemeinsam lässt es sich am besten jubeln: Auch in Hoyerswerda wird es während der Fußball-WM Übertragungen auf großen Leinwänden geben.
Gemeinsam lässt es sich am besten jubeln: Auch in Hoyerswerda wird es während der Fußball-WM Übertragungen auf großen Leinwänden geben. FOTO: fotolia / Ingo Bartussek/Fotolia
Hoyerswerda. Wenn die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland startet, setzten auch die Hoyerswerdaer wieder auf Public Viewing. Für Lausitzer Platz und Altstadtmarkt gibt es noch kein Interesse. Von Rainer Könen

Wenn am 14. Juni 2018 in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt, werden sich auch in Hoyerswerda in vielen Gaststätten und Biergärten zahlreiche Menschen  treffen, um sich gemeinsam die Spiele anzuschauen. Denn das „Rudelgucken“ übt nun mal auf Fußballfans eine gewisse Faszination aus, weil sie die Emotionen mit anderen teilen können.
Ob auf dem Lausitzer Platz oder dem Altstadtmarkt solche Open-Air-Übertragungen durchgeführt werden, ist derzeit noch offen. „Bisher hat sich bei uns noch kein Veranstalter gemeldet, der dort ein Public Viewing ausrichten möchte“, so Jana Nitschmann vom Hoyerswerdaer Bürgeramt. Die Fachbereichsleiterin erklärt, dass sich die gastronomischen Betriebe bei solchen Großereignissen beim hiesigen Bürgeramt melden, wenn sie WM-Spiele öffentlich zeigen wollen. Die von so manchem Bewohner befürchtete nächtliche Lärmbelästigung durch Fußballfans dürfte sich bei dieser Weltmeisterschaft allerdings in Grenzen halten, denn ein Großteil der insgesamt 64 Spiele beginnt bereits in den Nachmittagsstunden. Die Begegnungen, die um 20 Uhr angepfiffen werden, sind daher auch meist vor 22 Uhr beendet. Zu dieser Zeit beginnt normalerweise die gesetzliche Sperrzeit.

Die Bundesregierung hat, wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft vor vier Jahren, um das abendliche Public-Viewing zu ermöglichen, die deutschen Lärmschutzregeln gelockert. Es wird den Kommunen überlassen, zu entscheiden,  wann Ausnahmen von der Sperrzeit für Biergärten, Terrassen und öffentliche Plätze möglich sind. So können Open-Air-Übertragungen von WM-Spielen auf Großleinwänden auch nach 22 Uhr genehmigt werden. Normalerweise ist ab 22 Uhr allenfalls ein Lärmpegel bis zu 55 Dezibel erlaubt. Weil dieser Wert jedoch beim öffentlichen Fußballgucken auf Plätzen, Fanmeilen oder in Biergärten meist überschritten wird, gilt seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bei großen Turnieren eine Ausnahmeregelung, die nach dem Endspiel wieder außer Kraft tritt.

In der Kulturfabrik kann man, so ist es jedenfalls geplant, sich  die Spiele der deutschen Nationalmannschaft anschauen. Nicht draußen, sondern im Café Auszeit, wie Kufa-Mitarbeiter Karsten Held ankündigt. Bei größerem Andrang sei es möglich, in den Saal auszuweichen, so Held weiter. Das Endspiel werde in der Kufa auf jeden Fall gezeigt. Gut möglich, dass man auch sich dort auch noch das ein oder andere Fußballspiel ohne deutsche Beteiligung angucken kann.

Im Speicher No. 1 werden Open-Air-Übertragungen von WM-Spielen geplant und es wird darauf gehofft, dass das Wetter mitspielt. Auch im Biergarten des Allee-Restaurants sollen sich die Gäste die WM-Spiele auf der Leinwand anschauen können, so jedenfalls plant es Restaurant-Besitzer Uwe Köhler.
Da die Spiele der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft, so Fachbereichsleiterin Jana Nitsch­mann, bis auf ein Vorrundenspiel vor 22 Uhr beendet sein dürften, „rechnen wir nicht mit vielen Bürgerbeschwerden.“.  
Sollten die Deutschen aber am 15. Juli im Endspiel stehen, und dieses sogar gewinnen, dürfte es jedoch auch in Hoyerswerda nach 22 Uhr recht turbulent und laut zugehen, um den alten und neuen Weltmeister zu feiern.