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Jubiläumsjahr
Schulen, Scheunen, Stadtjubiläen

Im Jahr 2018 jährt sich der Bau der Schrotholzscheune von Birgit Pattoka in Bergen zum 250. Mal. Kein einziger Metallnagel wird für den Zusammenhalt der Kiefernstämme benötigt.
Im Jahr 2018 jährt sich der Bau der Schrotholzscheune von Birgit Pattoka in Bergen zum 250. Mal. Kein einziger Metallnagel wird für den Zusammenhalt der Kiefernstämme benötigt. FOTO: Torsten Richter
Hoyerswerda. Im Jahr 2018 stehen in der Region Hoyerswerda zahlreiche „runde“ Ereignisse an.

Das Jubiläum im Jahr 2018 schlechthin ist natürlich die 750. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung von Hoyerswerda. Anno 1268 wurde der Ort erstmals in einer Oberlausitzer Teilungsurkunde erwähnt. Darüber hinaus gibt es im neuen Jahr in der Region zahlreiche weitere Jubiläen.

So besteht am 1. August 2018 der Landkreis Bautzen in seiner heutigen Form seit genau zehn Jahren. Damals verschmolzen die Landkreise Bautzen und Kamenz miteinander. Darüber hinaus verlor Hoyerswerda seine Kreisfreiheit, die es seit 1996 inne hatte. Der Landkreis Bautzen ist mit einer Fläche von knapp 2400 Quadratkilometern der größte Landkreis Sachsens. Zum Vergleich: Der alte Kreis Hoyerswerda kam auf 668 Quadratkilometer.

Doch noch einmal zurück zur Stadt Hoyerswerda: Genau ein halbes Jahrhundert ist es 2018 her, dass mit dem Aufbau des neuen Stadtzentrums rund um den Lausitzer Platz begonnen wurde. Der Anfang der Neustadt befindet sich jedoch am Bahnhofsvorplatz. Dort starteten die Arbeiten an den ersten Wohnblocks bereits im Spätsommer 1955, also zeitgleich mit dem Beginn des Aufbaus des Gaskombinates Schwarze Pumpe. Am 1. Juli 2018 jährt sich die Eingemeindung von Dörgenhausen nach Hoyerswerda zum 20. Mal. Bröthen-Michalken gehört seit Juli 1993 zur Elsterstadt, also genau ein Vierteljahrhundert. Vor 30 Jahren wurde die Hoyerswerdaer Städtepartnerschaft mit dem saarländischen Dillingen ins Leben gerufen. Genau zehn Jahre später entstand die Partnerschaft mit dem finnischen Huitinnen.

Darüber hinaus jähren sich 2018 die Todestage mehrerer bekannter Hoyerswerdaer. Am berühmtesten dürfte dabei wohl Liedermacher Gerhard Gundermann („Frauen und Maschinen“) sein, der am 21. Juni 1998 im Alter von nur 43 Jahren in seinem Wohnort Spreetal verstarb. Am 22. März 2018 werden genau 250 Jahre ins Land gegangen sein, als Salomon Gottlob Frentzel heimgerufen wurde. Der Hoyerswerdaer Orts­chronist verfasste anno 1744 die Chronik der Stadt und Herrschaft Hoyerswerda. Vor 20 Jahren wurde dem Hoyerswerdaer Bildhauer Jürgen von Woyski (1929 – 2000) die Ehrenbürgerschaft der Elsterstadt zuteil.

Vor 160 Jahren, 1858, brannte die Schwarzkollmer Marienkirche ab. Anschließend erfolgte der Bau des noch heute bestehenden Gotteshauses. Vor 770 Jahren wurde Wittichenau das erste Mal urkundlich erwähnt. Als Stadt erfolgte die erste Nennung erst 38 Jahre später, und zwar 1286. Vor 40 Jahren wurde das bis dahin selbstständige Dorf Keula eingemeindet.

Die Bernsdorfer begehen am 22. und 23. September 2018 die 50. Wiederkehr der Verleihung des Stadtrechtes. Diese wurde am 18. September 1968 vollzogen. Mehr noch: Die urkundliche Ersterwähnung jährt sich zum 580. Mal. Und vor 230 Jahren ging der erste Bernsdorfer Hochofen in Betrieb, die Geburtsstunde des Industrieortes. Am 18. Oktober 2018 besteht die Laubuscher Schule genau 95 Jahre. Sie galt einst als „schönste Schule Schlesiens“. Aktuell wollen Stadt Lauta und Gemeinde Elsterheide das historische Ensemble wiederbeleben. Vor 70 Jahren fand in Lauta die 500-Jahr-Feier statt, allerdings mit zwei Jahren Verspätung. Der Grund: Ursprünglich gingen die Forscher vom Gründungsdatum im Jahr 1446 aus. Vor genau einem Jahrhundert wurde im Lautawerk das erste Aluminium produziert.

Am 1. Juni 2018 ist es bereits fünf Jahre her, als der erste schiffbare Kanal im Lausitzer Seenland in Betrieb ging. Es handelt sich um den Koschener Kanal, der mit einer Länge von 1050 Metern den Geierswalder mit dem Senftenberger See verbindet.

Vor 45 Jahren nahm der neue Schulkomplex in Burgneudorf seinen Betrieb auf. Diese Einrichtung gibt es bis heute. Das Dorf Spreewitz erfuhr vor 450 Jahren seine erste urkundliche Erwähnung, heißt es in der Chronik. Und vor 110 Jahren förderten die Bergleute in der nahen Grube die erste Kohle. Das benachbarte Zerre wurde vor 80 Jahren nach Spreewitz eingemeindet. 70 Jahre sind seit der Umbenennung der Grube Brigitta in Tagebau Spreetal ins Land gegangen. Übrigens: Vor 35 Jahren endete die Kohleförderung in den Tagebauen Spreetal und Bluno.

20 Jahre ist der Wechsel dss Heidedörfchens Bärwalde von der Gemeinde Lohsa in die Gemeinde Box­berg her. Der Kraftwerksort liegt wesentlich näher. Durch die großflächigen Tagebaue waren die Wege der Bärwalder nach Lohsa einfach zu lang geworden. Zeitgleich wurde die Spreestraße eröffnet, die seitdem Boxberg mit Neustadt verbindet. Mit dem Weiterbau bis zum Spreewitzer Kreisel ist indes nicht vor dem Jahr 2020 zu rechnen.

(amz)