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Lauta
„Ich bringe meine freche Berliner Schnauze mit!“

Tenor Björn Casapietra will Lauta eine Show bieten.
Tenor Björn Casapietra will Lauta eine Show bieten. FOTO: Agentur
Lauta. Tenor Björn Casapietra tritt am Mittwoch in Kamenz auf und freut sich schon auf Lautas Kulturkirche. Dort gastiert er am 17.Dezember mit seinem Weihnachtsprogramm. Von Sascha Klein

Das Telefon klingelt, kurzes Rascheln, Björn Casapietra ist dran. Im Hintergrund Straßenlärm. Der Tenor hat gerade seine Tochter zur Musikschule gebracht. Jetzt ist Zeit für ein Gespräch. „Es gibt zwei Regionen, in denen die Leute meine Musik und meinen Humor besonders gut verstehen“, sagt Casapietra. „Das ist bei euch in der Lausitz und rund um Stendal.“ Der 47-Jährige hat eine besondere Verbindung zur Region, denn: In Senftenberg ist einst sein Fanclub gegründet worden. Die Bernsdorferin Birgit Schurig hat ihn jahrelang geleitet. Jetzt ist sie eine seiner Konzertveranstalter.

Am Mittwoch ist Casapietra in Kamenz, ab 19.30 Uhr im Hotel Stadt Dresden. Ausverkauft sei das Konzert wohl noch nicht, sagt er. Aber sehr gut besucht. Wer Lust hat, kann sein Glück versuchen.

Doch Casapietras Fokus liegt fast schon auf Lauta. Am Sonntag, 17. Dezember, um 16 Uhr ist er zu Gast in der Kulturkirche. „Die Akustik in dieser Kirche ist der absolute Hammer“, sagt er.

Was er seinem Publikum liefern will? Vermehrt auch deutsche Weihnachtslieder. „Da habe ich das Gefühl, wieder Kind zu sein“, sagt er. Jetzt wird es ein wenig melancholisch: „Ich habe mit meinem Vater (der Dirigent Herbert Kegel, d.Red.) als Kind oft diese Lieder gesungen. Wenn ich diese Titel singe, spüre ich meinen Vater“, sagt Casapietra. Lange habe er deutsche Weihnachtslieder nicht singen können, denn: Es ist für ihn auch eine schmerzhafte Erinnerung. Sein Vater hatte sich im Jahr 1990 das Leben genommen. Jetzt aber, sagt der Tenor, „ist diese Zeit etwas länger überstanden.“ Er traut sich also an deutsche Lieder, will aber auch die anderen Evergreens anbieten. Am Telefon singt er das eine oder andere an. „Beim Halleluja von Leonard Cohen bleibt kein Auge trocken“, sagt er. Ob ihn die Leute komisch ansehen, wo er plötzlich mitten auf der Straße singt? „Einige schauen schon“, sagt er und lacht.

Und jetzt die klare Botschaft: „Ich will eine Fucking Party bei Euch machen“, sagt er. Und: „Ich bringe meine freche Berliner Schnauze mit!“ Lauta soll sich also schon auf einen gut gelaunten und auf einen um keinen Spruch verlegenen Entertainer einstellen. Außerdem ist Stimme ölen empfohlen: „Solche Lieder wie Jingle Bells und Feliz Navidad werden wir natürlich gemeinsam singen.“