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| 02:51 Uhr

"Hundertprozentiger Schutz vor Brandstiftung ist nicht möglich"

Bautzen. Was geschieht nach einem Brand? Welche Aufgaben haben Feuerwehr und Polizei? Die RUNDSCHAU hat mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister des Landkreises Bautzen, René Beddies, gesprochen. ckx1 ckx1


Wie kann man sich vor Brandstiftung schützen?
Es ist wichtig, den Zugang zu entzündbaren Materialien zu erschweren.Allerdings ist es kaum möglich, sich hundertprozentig vor Brandstiftung zu schützen, zumal die Täter sich oft am Tatort gut auskennen.

Was muss ich tun, wenn es auf meinem Grundstück brennt?
Der Brand muss bei der Versicherung angezeigt werden. Deshalb sollte man mit der Polizei, die für die Brandursachenermittlung zuständig ist, zusammenarbeiten. Die Feuerwehr ist nämlich nicht für die Ermittlung der Brandursache zuständig, sondern sie ist für den Schutz des Menschenlebens sowie von Hab und Gut verantwortlich. Allerdings können wir psychologischen Beistand leisten.

Wie sieht dieser aus?
Wir haben ein Kriseninterventionsteam, welches Beteiligte und Angehörige bei psychisch traumatisierenden Unfällen oder Bränden betreut. Das soll verhindern, dass Betroffene beispielsweise nach einem Brand mit ihren Ängsten alleingelassen werden.

Mit René Beddies sprach Christian Köhler

Vorsätzliche Brandstiftung ist eine gemeingefährliche Straftat. Gerade wenn in Kauf genommen wird, nicht nur das Hab und Gut eines Menschen unwiederbringlich zu zerstören, sondern auch das Leben des Opfers akut in Gefahr zu bringen. Das Wort Dummheit beschreibt noch nicht einmal annähernd den Intellekt der Brandstifter. Mit einem dummen Streich jedenfalls lassen sich solche Taten wohl kaum erklären. Die Polizei muss den oder die Täter schnellst möglich dingfest machen. Denn Brandstiftung ist kein Kavaliersdelikt.