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| 16:05 Uhr

Hoyerswerda
Hoywoy bekommt etwas zu hören

Hoyerswerda. Martin Rattke will im September eine CD mit Hoyerswerdaer Bands und Musik herausbringen. Von Sascha Klein

Martin Rattkes Traum ist rund und hat zwölf Zentimeter Durchmesser – eine CD. Darauf zu hören: ganz viele Gruppen und Lieder, die mit Hoyerswerda zu tun haben. Zum 750. Geburtstag der Stadt entsteht: „Eine Platte für Hoyerswerda“. Das ist der Titel. „Ich habe mit einer Freundin telefoniert und irgendwie sind wir dann auf dieses Wortspiel mit der Platte und Hoyerswerda gekommen“, sagt der gelernte Kameramann. Gesagt, getan – Rattke plant los und nimmt die Kulturfabrik mit ins Boot. Er spielt selbst in einer Band. Er will bekannte, unbekannte und vergessene Bands aus Hoyerswerda auf einer CD zusammenbringen, eine Art musikalisches Erbe – und eine Hommage an Hoyerswerdas Band- und Songschreiber-Szene.

Allerdings: Das eine ist die Idee, das andere ist die Umsetzung. Welche Bands und Songs kommen in die engere Auswahl? Ein paar hat Martin Rattke bereits im Kopf: „Mit Konstanze Niemz habe ich mir schon einmal ein Abendprogramm geteilt“, sagt er. Für „Immerhin“ ist der 27-Jährige bereits als Kameramann aktiv gewesen. Einige andere gehören einfach auf eine Hoyerswerda-Platte: Frank Proft zum Beispiel und die Punkband „Restloch“.

„Ich habe noch Freunde und Bekannte gefragt, wen sie auf einer Hoyerswerda-Platte hören wollen“, sagt Rattke. Er hat etliche Antworten bekommen: Ray Maddox zum Beispiel, Nelson und die Punktruppe SKV. Ein weiterer Vertreter ist einer von Rattkes früheren Arbeitskollegen: „Der hat mit einem anderen Musiker als ,Cumbs & Fascholln’ Hip Hop gemacht, ist aber seit zehn Jahren schon nicht mehr aktiv.“

Allerdings hat der 27-Jährige auch einige Hoyerswerdaer Talente aufgetan. Einer ist Timon Kremser: „Er ist ein Schüler in der Musikschule Bischof. Ich habe ihn bei einem Medienprojekt kennengelernt. Er hat die Musik für einen Videoeinspieler gemacht. Das war ein starker Soundtrack.“ Der Höhepunkt der Hoyerswerda-Platte soll ein Gundermann-Song werden. Auch dabei hat Timon Kremser seine Finger im Spiel. Möglichst viele Mitwirkende sollen gemeinsam „Hoywoy II“ einsingen und für ein grandioses CD-Finale sorgen.

Das Projekt ist jedoch noch nicht ganz in trockenen Tüchern. Denn jede CD-Produktion kostet Geld. Einen Teil hat Rattke bereits über Sponsoring sicher. Mindestens 2000 Euro fehlen jedoch noch. Das soll über ein Crowdfunding-Projekt eingesammelt werden. Dieses System funktioniert wie folgt: Im Internet können sich Interessierte über eine Plattform namens „99 Funken“, einer Initiative der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, registrieren und von fünf bis 750 Euro alles geben. Sollte dieses Projekt mindestens 1500 Euro einspielen, wird das Geld benutzt. Kommt diese Summe nicht zusammen, bekommen es die Financiers zurück. Eine Zielsetzung gibt es auch: Bis zum 30. Juni sollen die 2000 Euro eingesammelt sein.

Martin Rattke möchte seine Idee auf jeden Fall verwirklichen. Es gibt sogar schon einen Termin für die Premiere: am 21. September im Ballsaal der Kulturfabrik. Dann sollen 750 gepresste CDs bereitliegen. In Hoywoy und für Hoywoy.

Wer das Projekt unterstützen will:
www.99funken.de/die-hoyerswerdaer-platte