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| 08:03 Uhr

Angebot soll flächendeckend werden
Neun „Hoyspots“: Seit Donnerstag freies WLan in Hoyerswerda

 Mit den „Hoyspots“ gibt es jetzt in Hoyerswerda neun offene WLan-Hotspots. Vor dem Rathaus präsentieren Hoyerswerdas Wirtschaftsförderin Franziska Tennhardt (l.), Jan Schulze (Kabelmax), Holger Semjank (Kreevo Elsterheide) und Hoyerswerdas Oberbürgermeister Stefan Skora den neuen Spot.
Mit den „Hoyspots“ gibt es jetzt in Hoyerswerda neun offene WLan-Hotspots. Vor dem Rathaus präsentieren Hoyerswerdas Wirtschaftsförderin Franziska Tennhardt (l.), Jan Schulze (Kabelmax), Holger Semjank (Kreevo Elsterheide) und Hoyerswerdas Oberbürgermeister Stefan Skora den neuen Spot. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Hoyerswerda hat jetzt kostenlose WLan-Hotspots. Die „Hoyspots“ gibt es an neun Standorten. Im Rahmen des Glasfaserausbaus ist aber noch deutlich mehr geplant. Von Sascha Klein

Die Stadt Hoyerswerda hat einen weiteren Schritt Richtung digitales Zeitalter gemacht. Am Donnerstag sind die ersten neun freien WLan-Hotspots in Betrieb genommen worden.

Das heißt: Wer schnell auf seinem Smartphone etwas nachschauen oder zum Zeitvertreib ein Online-Game spielen will, kann sich in die öffentliche WLan-Verbindung einwählen und sie kostenlos nutzen. Die Hotspots heißen in Hoyerswerda „Hoyspots“ und werden von „Kabelmax“ betrieben.

Wer das Hoyspot-WLan nutzen kann

Das Angebot kann jeder nutzen, der über ein WLan-fähiges Gerät verfügt.

Wie lange ein Nutzer im Hoyspot-WLan bleiben kann

Nach einer Stunde wird der Nutzer automatisch von der Verbindung getrennt. Das bedeutet jedoch nicht, dass er es nicht weiter nutzen darf. Er muss sich einfach neu einwählen und weiter gehts.

Wie viele Nutzer gleichzeitig das kostenlose WLan nutzen können

Jan Schulze, Geschäftsführer des Betreibers „Kabelmax“, schätzt, dass sich etwa 50 bis 100 Personen pro Standort einwählen können. Allerdings hängt das von der Nutzung ab.

Wenn etwa mehrere Personen sehr viele Daten herunterladen oder etwa Musik oder Filme streamen, verringert sich die Anzahl deutlich.

Für wen diese „Hoyspots“ gedacht sind

Die WLan-Hotspots sind einerseits für Einwohner, aber auch für Hoyerswerda-Gäste gedacht, die sich über die Stadt informieren wollen. „Unsere Hotspots sollen und werden kein Ersatz für einen Festanschluss sein“, so Jan Schulze von „Kabelmax“.

Welche Reichweite die „Hoyspots“ in Hoyerswerda haben

In der Regel haben sie eine Reichweite von 150 bis 200 Metern, sagt Holger Semjank von der Firma „Kreevo“ aus der Elsterheide. Sein Unternehmen hat die Hotspots aufgebaut. Betreiber wird „Kabelmax“ sein.

Allerdings: Je mehr Nutzer gleichzeitig online sind, umso geringer kann die Reichweite sein. Auf dem Marktplatz gibt es deshalb zwei Stellen, an denen das Signal ausgesendet wird: am Rathaus und am Bürgerhaus Braugasse 1.

Wer die „Hoyspots“ in Hoyerswerda bezahlt hat

Das Projekt ist durch die Stadt Hoyerswerda initiiert worden. Es hat laut Angaben der Stadtverwaltung 13 600 Euro gekostet. 80 Prozent der Kosten sind durch Fördermittel aus der DiOs-Maßnahme (Digitale Offensive Sachsen) des Freistaates Sachsen bezahlt worden.

Wieso gerade diese neun Standorte ausgewählt worden sind

Laut Fördermittelgeber werden Hotspots an touristisch relevanten Orten gefördert. Deshalb hat die Stadtverwaltung diese neun Orte ausgewählt.

Insgesamt sind es jedoch elf Hotspots. Am Markt in der Altstadt sind zwei und in Schwarzkollm sind zwei (Ortsteilverwaltung und Krabatmühle).

Wie es mit den kostenlosen WLan-Hotspots in Hoyerswerda weitergeht

Für Jan Schulze soll dieses Projekt keine Eintagsfliege gewesen sein. Sein Ziel: „Im Rahmen des Glasfaserausbaus möchten wir flächendeckend WLan-Hotspots in Hoyerswerda haben“, sagt er.

Das heißt: In den kommenden vier bis fünf Jahren soll Stück für Stück technisch aufgerüstet werden. Das passt zur Strategie von „Kabelmax“. Das Unternehmen ist in die Städtischen Wirtschaftsbetriebe (SWH) eingegliedert worden und soll den Breitbandausbau in der Stadt vorantreiben.

Bis zum Jahr 2023 will die SWH rund fünf Millionen Euro in den Breitbandausbau in Hoyerswerda stecken. Ziel ist der Aufbau und Betrieb eines eigenen Glasfasernetzes. In diesem Schritt sollen bis zu 12.000 Wohneinheiten angeschlossen werden.

Bis jetzt versorgt Kabelmax nach Angaben der SWH rund 4200 Kunden in Hoyerswerda, Lauta, Bernsdorf und Schwepnitz mit Telefon- und Fernsehprodukten sowie mit Internet. Der Plan: Bis 2023 sollen es knapp 8000 Kunden sein.