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| 19:19 Uhr

Erfolg für Hoyerswerda
Zoo darf Leoparden züchten

Das ist China-Leopard San. Er soll jetzt für Nachwuchs sorgen.
Das ist China-Leopard San. Er soll jetzt für Nachwuchs sorgen. FOTO: Zoo Hoyerswerda
Hoyerswerda. Hoyerswerda hofft im kommenden Jahr auf niedliche Fellknäuel in einem neuen Gehege. Es wäre europaweit einer von zwei Zoos, der China-Leoparden züchten darf. Von Sascha Klein

Der Zoo Hoyerswerda kann einen wichtigen Erfolg verbuchen: Als einer von zwei Zoos in ganz Europa dürfen die Lausitzer im Jahr 2019 China-Leoparden züchten. Das bedeutet: Halb Zoo-Europa dürfte im kommenden Jahr auf die beiden Hoyerswerdaer China-Leoparden San und Bao Bao schauen, ob sich bei ihnen Nachwuchs einstellt. Für Hoyerswerda wäre das ein vergleichbarer Erfolg wie die zweimalige Nachzucht der Kubakrokodile oder einst der Tiger. Die drei Tiger-Babys hatten dem Zoo Hoyerswerda damals deutschlandweite Aufmerksamkeit beschert.

Wie die Zooverwaltung jetzt mitteilt, habe der zuständige Zuchtbuchkoordinator des European Endangered Species Program (EEP), in dem der Zoo Hoyerswerda mitwirkt, grünes Licht gegeben. Über dieses europäische Zuchterhaltungsprogramm war bereits mit China-Leoparden-Weibchen Bao Bao eine geeignete Partnerin für das Männchen San gefunden worden, teilt der Zoo mit. Bao Bao war im Sommer von der Seine aus Paris an die Elster nach Hoyerswerda gekommen.

Das ist ein Modell der neuen China-Leoparden-Anlage. Sie kostet rund 165 000 Euro. Der Zoo sucht noch Unterstützer.
Das ist ein Modell der neuen China-Leoparden-Anlage. Sie kostet rund 165 000 Euro. Der Zoo sucht noch Unterstützer. FOTO: Zoo Hoyerswerda

Eine Nachzucht von China-Leoparden ist auch eine logistische Herausforderung, sagt Zoo-Leiter Eugène Bruins: „Es gibt in europäischen Zoos nicht unendlich viel Platz für Leopardenwelpen. Der Zuchtbuchkoordinator guckt, wie viel Platz da ist, welchen Bedarf es gibt und welche Pärchen dann am besten für Nachzucht sorgen sollen, sodass die Gruppe China-Leoparden in Europa genetisch gesund bleibt“, sagt er.

Wenn im kommenden Jahr also halb Zoo-Europa nach Hoyerswerda schaut, will der Zoo auch die passenden Voraussetzungen für San und Bao Bao geschaffen haben. Demnächst soll ein neues Gehege für die Leoparden entstehen. Die Gesamtkosten für die rund 200 Quadratmeter große Anlage betragen nach Zoo-Angaben etwa 165 000 Euro. Interessierte können den Neubau über die Crowdfunding-Aktion über die Internet-Plattform „99 Funken“ unterstützen. Der erste Spender, der sich mit 2222 Euro an der Aktion beteiligt, erhält das Recht, dem ersten Nachwuchs von San und Bao Bao einen Namen zu geben, heißt es. Das Spendenziel der Kampagne beläuft sich auf mindestens 13 000 Euro. Das Crowdfunding dafür läuft noch bis zum 31. Oktober. Bis jetzt sind knapp 650 Euro eingegangen. Damit ist der Zoo zurzeit deutlich vom Ziel entfernt. Aber: Es ist noch Zeit.

https://www.99funken.de/neues-gehege-fuer-leopardenfamilie