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| 10:09 Uhr

Bilanz 2018
Commerzbank-Chefin hat alle Zahlen fest im Griff

 Hoyerswerdas Commerzbank-Chefin Christina Pick lud am Mittwoch zum Jahresrückblick in die Filiale in der Friedrichstraße.
Hoyerswerdas Commerzbank-Chefin Christina Pick lud am Mittwoch zum Jahresrückblick in die Filiale in der Friedrichstraße. FOTO: LR / Rita Seyfert
Hoyerswerda. Die Commerzbank Hoyerswerda zieht für das Jahr 2018 eine positive Bilanz. Das Haus betreut in der Region etwa 13.000 Kunden. Von Rita Seyfert

Mit 315 Neukunden in 2018 zieht die Commerzbank-Filiale in Hoyerswerda (Friedrichstraße 42) beim Pressegespräch am Mittwoch positive Bilanz. Die neue Chefin Christina Pick ist zufrieden. Bei der Beurteilung der Zahl sei zu bedenken, dass neben Rückkehrern auch Leute versterben oder wegziehen, betont sie. Somit betreut die Filiale derzeit fast 13000 Kunden in der Region.

Für die Filialdirektorin ist der Kundenzuwachs auch ein persönlicher Erfolg. Erst vor etwa einem Jahr trat Christina Pick ihren Posten an. Vorgänger Carsten Deke war nach Cottbus gewechselt; er betreut jetzt als Büroleiter des Niederlassungsleiters den Bereich von Fürstenwalde bis Zittau.

„Wir wachsen über Werbekampagnen“, erklärt sie. Konkret das Versprechen von Startguthaben erwies sich als zielführend. So wurden im vergangenen Jahr 378 neue Konten eröffnet. Einziges Manko: „Allein an Girokonto-Kunden verdienen wir nichts.“ Das Geschäft florierte dennoch. Denn auch das Kundenvermögen auf Konten, Depots und Krediten stieg 2018 um zehn Millionen auf ein Geschäftsvolumen von aktuell insgesamt 200 Millionen Euro.

Haupttreiber hierfür war das Kreditgeschäft mit den Ratenkrediten. Die Nase vorn hatten die Immobilien- und Kfz-Finanzierung. „Wir machen den Autohäusern Konkurrenz“, so die Filialdirektorin. Ein oft entscheidender Vorteil bestehe darin, dass die Bank keine Kfz-Briefe haben will. Die Kunden könnten ihre Autos dadurch jederzeit verkaufen. Außerdem gefragt sind die Modernisierungskredite. Den Verbrauchern gefällt die einfache Handhabung: So muss die Grundschuld nicht extra ins Grundbuch eingetragen werden.

Komplett neu etabliert hat sich dabei der digitale Kreditprozess. Jedes Produkt lässt sich inzwischen online abschließen. Beim Online-Banking liegt die Nutzungsquote derzeit bei etwa der Hälfte. „Unser Ziel ist es, diese Quote weiter zu erhöhen.“ Allein die App der Commerzbank wurde deutschlandweit 245 Millionen mal aufgerufen. Das entspricht einem Anstieg von 42 Prozent.

Auch die ältere Generation steigt zunehmend auf online um. „Fast täglich erklären wir unseren Kunden vor Ort in der Filiale, wie sie via Smartphone oder Tablet an den Kontoauszug kommen oder Geld überweisen können.“ Dass Online-Banking unsicher ist, kann die Abteilungsdirektorin indes nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil: Die beleghafte Überweisung wird derzeit zehnmal sooft gefälscht.

Rückläufig ist indes die Zahl der Azubis. „Wir suchen Nachwuchs.“ Die Bewerbungsphase für Bankkaufleute und duale Studenten läuft. Infos finden Interessenten auf den Karriereseiten der Commerzbank.