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| 14:12 Uhr

Wirtschaft
Hoyerswerdas Hoy-Reha bekommt einen Nutzgarten

 Tina Holder, Daniela Kölling und Susan Steudtemann von der Hoy-Reha freuen sich über die Weide, die gut angewachsen ist.
Tina Holder, Daniela Kölling und Susan Steudtemann von der Hoy-Reha freuen sich über die Weide, die gut angewachsen ist. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Mitarbeiter säen, pflanzen und buddeln – und bringen das Außengelände auf Vordermann. Von Katrin Demczenko

Ein Garten verschönert die Umgebung, ist eine nachhaltige Möglichkeit, Natur zu nutzen und seine blühenden Pflanzen bieten Insekten Nahrung. Deshalb legen die Mitarbeiter der Hoy-Reha jetzt in ehrenamtlicher Arbeit auf dem Gelände neben ihrer Tagesklinik einen Nutzgarten an. Profitieren sollen davon zuerst die Patienten, die sich später an der Pflege der Anlage während ihrer Therapietermine beteiligen können, sagte die Verwaltungsmitarbeiterin Daniela Kölling. In der Freizeit werden auch alle Beschäftigten der Firma und ihre Familien den Garten nutzen.

Die Arbeit hat schon begonnen, denn im April wurden ein Schwarzkirsch- und ein Birnbaum alter Sorten gepflanzt. Auch zwei junge Weiden wachsen jetzt auf dem Gelände. Wenn sie größer sind, können Patienten aus den Zweigen in der Ergotherapie Körbe flechten, sagte Pressesprecherin Susan Steudtemann.

Die nächste große Aktion der Mitarbeiter ist der Bau eines Hochbeets aus Granitsteinen, die eine Kollegin privat zur Verfügung stellt. Angepflanzt werden sollen im Beet zuerst Kräuter wie Basilikum, Bohnenkraut oder Dill, weil sie wenig Pflege brauchen und mit ihrem Duft und Geschmack alle Sinne anregen, so Susan Steudtemann. Um möglichst viele Bienen, Schmetterlinge und Hummeln anzulocken, wird eine Blühwiese angelegt und in ihrer Nähe ein selbstgebautes Insektenhotel aufgestellt. Damit jeder die grüne Oase in Ruhe genießen kann, sind Sitzmöglichkeiten im Garten geplant. „Natürlich wird das ein rein ökologischer, also urenkeltauglicher Garten“, benannte Susan Steudtemann das Ziel dieser Aktivitäten.

Schon auf dem Gelände vorhanden ist ein Barfußweg, den die Mitarbeiter nach der Besprechung von Sand und Unkraut befreit haben. Nun steht er Patienten wieder als Therapiemöglichkeit unter freiem Himmel zur Verfügung, sagte Daniela Kölling. Menschen, denen eine arbeitsplatzbezogene Therapie verordnet wurde, können bei der Gartenarbeit zum Beispiel ausprobieren, wie das Heben und Tragen rückenschonend funktioniert. Und wer bei diesem sinnvollem Tun feststellt, dass er eine verloren geglaubte Bewegung noch oder wieder ausführen kann, wird doppelt motiviert weiterüben.