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| 17:10 Uhr

Stadtentwicklung in Hoyerswerda
Hoyerswerdas „Stadtmauer“ wird zum Kunstobjekt

 Gerade sind zwei Aufgänge vom „Stadtmauer“ genannten Hochhaus abgerissen worden. Nun soll das Haus zum Blickfang werden.
Gerade sind zwei Aufgänge vom „Stadtmauer“ genannten Hochhaus abgerissen worden. Nun soll das Haus zum Blickfang werden. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Der Leipziger Künstler Michael Fischer-Art soll einen Blickfang auf die Fassade des Elfgeschossers zaubern, der gerade um zwei Eingänge geschrumpft ist. Von Sascha Klein

Auf dem Gelände des Elfgeschossers in der Hoyerswerdaer Albert-Schweitzer-Straße werden zurzeit noch die großen Schuttberge abgefahren. Vor wenigen Wochen sind zwei Aufgänge des „Stadtmauer“ genannten Hauses abgerissen worden. Es waren nicht die ersten. Dann soll das Gebäude zum Kunstobjekt werden – aber noch nicht sofort.

An der Giebelseite Richtung Lausitzbad stehen die Gerüste. Sie stehen bereit für die nächsten Arbeiten. Nachdem dort jetzt ein Hausteil fehlt, wird ein Wärmedämmverbundsystem angebaut. Das wird laut Steffen Markgraf, Geschäftsführer von Hausbesitzer Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda, etwa drei bis vier Wochen dauern.

Danach wird es zum Schaffensplatz von mehreren Künstlern. In der ersten Reihe steht: Michael Fischer-Art. Der gebürtige Leipziger und gelernte Maurer und Maler hat in Leipzig studiert und ist seit 1997 freischaffender Künstler. Auf seiner Facebook-Seite zeigt sich Fischer-Art bereits vor dem Giebel des Elfgeschossers.

Fischer-Art ist dafür bekannt, dass er sehr grelle und auffällige Bilder malt. Genau darauf setzt auch Steffen Markgraf. Der Chef der Wohnungsgesellschaft will noch nicht verraten, was Michael Fischer-Art mit einigen Helfern auf den Giebel zaubern soll. Das wird erst in einigen Wochen bekannt werden. Nur soviel: „Es wird ein Kunstwerk, das ein stückweit polarisiert“, sagt Steffen Markgraf. Dieses Haus befinde sich in der Einflugschneise in die Hoyerswerdaer Neustadt und sei deshalb prädestiniert für solch ein Kunstobjekt.

Zu verrückt solle es aber auch nicht werden: „Wir wollen ein richtig schönes Kunstwerk schaffen“, sagt der Geschäftsführer über mehr als 7500 Wohnungen.

Michael Fischer-Art soll in etwa vier bis fünf Wochen mit der Arbeit am Giebel des Elfgeschossers gegenüber von Hoffmann-Möbel und Expert beginnen. Rund drei bis vier Wochen wird die Arbeit dauern. Wenn alles klappt, macht der Großvermieter der Stadt damit ein Weihnachtsgeschenk.

 Vor einigen Wochen waren die Aufgänge 23 und 24 des Hauses in der Albert-Schweitzer-Straße abgerissen worden.
Vor einigen Wochen waren die Aufgänge 23 und 24 des Hauses in der Albert-Schweitzer-Straße abgerissen worden. FOTO: LR / Sascha Klein