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| 12:58 Uhr

St. Patricks Day
Hoyerswerdas „Black Raven“ feiert St. Patrick’s Day

Karsten Müller, Michael und Joachim Lossack (v.l.n.r.) feiern St. Patricks Day in Hoyerswerda.
Karsten Müller, Michael und Joachim Lossack (v.l.n.r.) feiern St. Patricks Day in Hoyerswerda. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Wirt Thomas „Ecki“ Eckhardt zaubert Irish Stew zum irischen Nationalfeiertag. Musik gibt’s aus Brandenburg. Von Katrin Demczenko

Wo immer es weltweit Iren oder Irish Pubs gibt, wird am 17. März der Nationalfeiertag St. Patrick‘s Day der grünen Insel zünftig gfeiert. An diesem Tag ist der irische Bischof Patrick verstorben, der wahrscheinlich im 5. Jahrhundert als erster Missionar den christlichen Glauben verbreitet hat, verrät Wikipedia.

In der Hoyerswerdaer Kneipe „Black Raven“ schenkt Wirt Thomas „Ecki“ Eckhardt schwarzes Guinness oder rotbraunes Kilkenny Beer aus und Erdnüsse zum selber knacken stehen auf den Tischen. Der kulinarische Höhepunkt ist frisch gekochtes Irish Stew, das Nationalgericht der Iren. „Ein Originalrezept für diesen Schichteintopf gibt es nicht“, weiß Thomas Eckhardt, der ihn jedes Jahr selbst zubereitet. Bei ihm kommen Rindfleisch, Wirsing, Kartoffeln, Möhren und anderes Gemüse in den Topf und aus diesen Zutaten entsteht eine wohlschmeckende Suppe.

Die Brandenburger Band „Two on a park bench“ darf zum St. Patrick‘s Day im „Black Raven“ ebenfalls immer wieder auftreten, so Thomas Eckhardt. Thomas Strauch und seine beiden Musikerkollegen spielen auf Gitarre, Banjo, Geige und anderen Instrumenten mitreißende irische und deutsche Folksongs, die die Besucher mögen.

Zu den Stammgästen im voll besetzten „Black Raven“ gehört Karsten Müller, der auch den St. Patrick‘s Day gern mitfeiert. Wie seine Freunde trägt er dabei den typischen Hut mit der grünen Krempe, um sich der Insel näher zu fühlen. Weil der Hoyerswerdaer Busfahrer gern Eintöpfe zubereitet, hat er auch schon ein Rezept für Irish Stew aus einem Roman nachgekocht, „mit etwas anderen Zutaten, als sie Ecki verwendet“, sagt Karsten Müller.

Joachim Lossack gehört zu jenen Besuchern, die den irischen Nationalfeiertag vor einigen Jahren in Düsseldorf und Hannover mitgefeiert haben, weil er dort einer Arbeit nachging. In diesen großen Städten feiern die Menschen ebenfalls in Irish Pubs, von denen es im Gegensatz zu Hoyerswerda mehrere gibt, erzählt Lossack.

Der einzige in Hoyerswerda wohnende Ire Philip Campbell ließ sich am Nationalfeiertag im „Black Raven“ blicken und sprach von „einem der größten Highlights“. Am 17. März hat die irische Mannschaft im Rugby gegen die englische gewonnen und damit auch das auf dem europäischen Kontinent jährlich ausgetragene „Six-Nations“-Turnier siegreich beendet. Erst zum dritten Mal in der über 100-jährigen Geschichte des Wettkampfs gelang das den Iren 2018 ohne eine einzige Niederlage einzustecken, erzählt Philip Campbell strahlend.

Als St. Patrick‘s Day-Neulinge outen sich der Hoyerswerdaer Maik Marx und seine Freunde. Der junge Mann hat extra im Internet nachgeschaut, welche Bedeutung Bischof Patrick für die Iren bis heute besitzt. Die gemütliche Atmosphäre mit Livemusik im Pub gefällt der Gruppe und Irland steht bei ihnen vielleicht einmal auf der Urlaubswunschliste.