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| 17:09 Uhr

Hoyerswerda
Hoyerswerdas Altstadt als neuer Einwohner-Garant

Die Spremberger Straße in der Altstadt hat sich durch die neue Bebauung grundlegend verändert.
Die Spremberger Straße in der Altstadt hat sich durch die neue Bebauung grundlegend verändert. FOTO: Sascha Klein / LR
Hoyerswerda. Im Vergleich zum Jahr 2000 leben heute mehr Menschen im historischen Kern der Stadt – und es werden noch mehr. Von Sascha Klein

Wenn es um Statistiken über Hoyerswerda geht, geht es immer schnell um Bevölkerungsschwund. Diesmal nicht – zumindest nicht vordergründig. Denn: In der Hoyerswerdaer Altstadt hat es im Jahr 2017 deutlich mehr Autos gegeben als noch zwei Jahre zuvor. In den Strukturdaten, die die Hoyerswerdaer Verwaltung veröffentlicht hat, ist es klar zu sehen: Waren im Jahr 2015 noch 6347 Kraftfahrzeuge auf Halter in der Altstadt zugelassen, waren es 2017 schon 6601. Die private Autoquote zeigt das Plus ebenfalls: 5059 im Jahr 2015 zu 5172 im Jahr 2017. Wo die parken, ist jetzt zunächst nebensächlich.

Woran liegt der Autoboom? Na klar, an den Einwohnern. Denn die Statistik zeigt auch: Die Altstadt schafft das, was in Hoyerswerda sonst nahezu kein Stadtteil schafft: Sie gewinnt Einwohner hinzu. Selbst im Vergleich zum Dezember 2000 leben heute mehr Menschen in der Altstadt. Waren es vor gut 17 Jahren 9135 sind es Ende 2017 insgesamt 9263. Das Plus von 128 oder 1,4 Prozent klingt zwar wenig, ist aber erklärbar. In den vergangenen Jahren ist vor allem in der Spremberger Straße und in der Kleinen Bleiche viel neu gebaut worden. Zudem werden frühere Verwaltungsbauten (Standesamt und Sozialamt) jetzt als Wohnungen genutzt. Der große Sieger heißt „Innere Altstadt“ mit einem Einwohnerplus von 43,2 Prozent (2000: 1043 Einwohner / 2017: 1494 Einwohner). Durch das Wohngebiet an der Kolpingstraße (früheres Lessing-Gymnasium, Haus 2) wird die Altstadt weitere Einwohner hinzugewinnen. Ebenfalls einen großen Zugewinn können die Straßenzüge rund um den Bahnhof verzeichnen – ein Plus von 26,9 Prozent im Vergleich zur Jahrtausendwende.

Auch zwei Hoyerswerdaer Ortsteile halten sich in Sachen Bevölkerungszahlen extrem wacker: Sowohl Bröthen/Michalken (minus vier Einwohner im Vergleich zum Jahr 2000) als auch Dörgenhausen (minus neun im Vergleich zum Jahr 2000) haben es geschafft, ihre Familien im Dorf zu behalten oder auch neue dazuzugewinnen. Was jedoch auch zur Wahrheit gehört: Die gesamte Stadt hat in den vergangenen 17 Jahren 32,4 Prozent ihrer Einwohner eingebüßt (rund 16 000).