Die Senioren-B-Mannschaft (über 60 Jahre) im Kegeln des SC Hoyerswerda treten als Sachsenmeister am 16. und 17. Juni in Freiburg (Südbaden) bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften an. Sie wollen mindestens unter die besten zehn Teams auf Bundesebene kommen, gibt Rüdiger Boullion das Ziel vor.

Für die Reise bekommen sie vom SC einen Kleinbus gestellt. Diese Unterstützung ist nicht immer möglich. Zu Punktspielen fahren die Männer meist mit Privatauto und bezahlen die Übernachtung - wenn notwendig - immer selbst.

Dieser finanzielle und zeitliche Aufwand, zu dem auch viel regelmäßiger Trainingsfleiß und -schweiß gehören, ist den Seniorenkeglern ihr wichtigstes Hobby allemal wert, sagte Rüdiger Boullion. Er betreibt die Sportart seit 1972. Detlef Hammerschmidt begann schon in den 1960er-Jahren damit. Wegen des unverhofften Starts bei den Deutschen Meisterschaften - die Hoyerswerdaer waren laut Boullion als "krasser Außenseiter" beim Finale auf Landesebene angetreten und holten sich ganz überraschend den Titel - verzichtet Hammerschmidt auf eine schon gebuchte Urlaubsreise mit seiner Frau. Sie fährt mit einer Freundin nach London, erklärte der Senior.

Der 76-jährige Rainer Wrobel beendet einen Familienurlaub in Passau ebenfalls früher, um zum Wettbewerb zu fahren. Er, der auch bei den Senioren C (über 70 Jahre) startet, thematisierte den fehlenden Kegler-Nachwuchs beim SC Hoyerswerda. Den Sport kann jeder lernen und wer viel übt, kann es bis zum Sachsenmeister bringen, wie man sieht, sagt der Senior augenzwinkernd.