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| 19:16 Uhr

Nachgefragt
Tierschützer möchten Jugendarbeit ausbauen

Die Mitglieder des Tierschutzvereins Hoyerswerda bleiben aktiv und möchten ihre Arbeit auch weiterhin auf Veranstaltungen präsentieren. Neben Ratschlägen gibt es zweimal pro Jahr auch kostenloses Tierfutter.
Die Mitglieder des Tierschutzvereins Hoyerswerda bleiben aktiv und möchten ihre Arbeit auch weiterhin auf Veranstaltungen präsentieren. Neben Ratschlägen gibt es zweimal pro Jahr auch kostenloses Tierfutter. FOTO: Tierschutzverein Hoyerswerda
Hoyerswerda. Nachgefragt: Wie geht es dem Hoyerswerdaer Verein und welche Pläne gibt es für das Jahr 2018? Von Anja Hummel

Der Tierschutzverein Hoyerswerda hat 2018 einiges vor. Wie das jetzige Jahr verlief und welche Probleme bewältigt werden müssen, hat die LR von der Vorsitzenden Sabine Pechstein erfahren.

Wie lief das Jahr 2017 für den Tierschutzverein Hoyerswerda?

Insgesamt kamen weniger Informationen über schlechte Tierhaltung bei uns an. Ob das eher daran liegt, dass die Leute wegschauen oder ob sich die Tierhaltung tatsächlich verbessert hat, wissen wir nicht. Schwerpunkt unserer Arbeit war aber auch in diesem Jahr die Kastration der wilden Katzen in Hoyerswerda und Umgebung. Wir haben dafür 80 Katzen eingefangen. Aber es gibt noch sehr viel mehr Katzen, die kastriert werden müssen. Ein großer Erfolg waren die Futterabgabe-Aktionen im Lausitzcenter, bei der Bedürftige kostenloses Futter für ihre Tiere bekommen haben.

Welche Pläne hat der Verein 2018?

Ob im Zoo oder Lausitzcenter, wir werden weiterhin präsent bleiben und auch die Futterausgabe zweimal jährlich weiterführen. Außerdem möchten wir die Kinder- und Jugendarbeit im Verein wieder ankurbeln. Das bedeutet, wir möchten in Kitas und Schulen gehen, um dort Vorträge über den Tierschutz zu halten und die Kinder spielerisch an das Thema heranzuführen. Wer Interesse daran hat, kann sich gerne bei uns melden. Die Katzenkastration wird natürlich weiterhin ein Schwerpunkt unserer Arbeit bleiben. In Zukunft würden wir auch gerne so etwas wie Tiersitting anbieten. Also Gassigehen mit dem Hund oder die Pflege eines Tieres bei einem Krankenhausaufenthalt beispielsweise. Aber wir müssen erst herausfinden, ob es eine Nachfrage gibt.

Gibt es größere „Baustellen“, an denen der Verein zu knabbern hat?

Wir haben derzeit nur noch 40 Mitglieder, von deren Beiträgen wir leben. Je weniger Mitglieder, desto weniger Mittel haben wir. Demzufolge werden Spenden immer wichtiger für uns.

Interessierte Bürger, Kitas oder Schulen können sich an das ­Bürgeramt unter Telefon 03571 456340 wenden oder eine Nachricht via Facebook an den Tierschutzverein Hoyerswerda e.V. senden.

Sabine Pechstein (57) ist seit 2016 Vorsitzende des Tierschutzvereins Hoyerswerda.
Sabine Pechstein (57) ist seit 2016 Vorsitzende des Tierschutzvereins Hoyerswerda. FOTO: Privat / Sabine Pechstein