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Hoyerswerdaer Schüler protestieren auf Schulhof

Am 15. April gehen überall in Sachsen Schüler, Lehrer, Eltern und Freunde der freien Schule auf ihren Schulhof und zeigen Transparente mit Kernbotschaften. Für eine faire Finanzierung von freien Schulen gab es auch eine Protestaktion am christlichen Gymnasium Johanneum in Hoyerswerda.
Am 15. April gehen überall in Sachsen Schüler, Lehrer, Eltern und Freunde der freien Schule auf ihren Schulhof und zeigen Transparente mit Kernbotschaften. Für eine faire Finanzierung von freien Schulen gab es auch eine Protestaktion am christlichen Gymnasium Johanneum in Hoyerswerda. FOTO: Bartholome
Hoyerswerda. Ein sichtbares Zeichen haben die 552 Schüler des Christlichen Gymnasiums Johanneum in Hoyerswerda vor der morgigen Landtagsdebatte über das neue Gesetz über freie Schulen in Sachsen gesetzt. Die Forderung: Gleiche Unterstützung für Schüler unabhängig vom Träger. Bartholome

"Mit unserer Aktion wollen wir verdeutlichen, dass der vorliegende Gesetzesentwurf zwar eine Erhöhung der Zuschüsse vorsieht, bei inhaltlicher Betrachtung jedoch deutlich wird, dass eine Unterfinanzierung freier Schulen bestehen bleibt", erklärt die Geschäftsführerin vom Schulträgerverein des Johanneum, Claudia Kockert. Nach wenigen Minuten war die Aktion vorbei. Auch andere Schulen aus der Oberlausitz haben sich daran beteiligt.

Der Landeselternrat hatte den von der Regierung vorgestellten Entwurf zur Finanzierung von Privatschulen als verfassungswidrig abgelehnt. Auch mit der Erhöhung der Zuschüsse um 65 Millionen Euro liege die Kostendeckung nur zwischen 60 und 75 Prozent. Die Zuschüsse des Freistaates seien seit dem gestrigen Tag aufgebraucht, wie Claudia Kockert weiter sagt. Bis das Schuljahr beendet ist, dauere es jedoch noch einige Monate.

In ganz Sachsen haben am Mittwoch Schüler, Lehrer, Eltern und Unterstützer der Freien Schulen protestiert, damit freie Schulträger nicht mehr benachteiligt werden, wenn es um finanzielle Zuschüsse gibt.