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| 17:16 Uhr

Mit totaler Mondfinsternis am 21. Januar starten Hobbyastronomen ins neue Jahr
Hoyerswerdaer Planetarium feiert im Oktober rundes Jubiläum

 Peter Lindner und Volker Möckel mit einem Bild vom Aufbau des Planetariums im Nationalen Aufbauwerk vor 50 Jahren.
Peter Lindner und Volker Möckel mit einem Bild vom Aufbau des Planetariums im Nationalen Aufbauwerk vor 50 Jahren. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Hobbyastronomen wollen zu diesem Anlass den künstlichen Sternenhimmel funkeln lassen. Blutrotes Spektakel bei totaler Mondfinsternis am 21. Januar. Von Katrin Demczenko

Der 50. Jahrestag der Eröffnung des Planetariums in der Collinsstraße 29 muss gefeiert werden. Für die Mitglieder des Astronomischen Vereins Hoyerswerda (AVH), die darin seit 1995 Vorträge halten, steht das außer Frage.

Deshalb wird ein Festmonat vorbereitet. Im Oktober 1969 war das Haus nach dreijähriger Bauzeit eröffnet worden. „Daran anknüpfend  soll im Oktober das Jubiläum gebührend gefeiert werden“, sagt das Vereinsvorstandsmitglied Volker Möckel. Viele Freiwillige, darunter Lehrlinge des Gaskombinates Schwarze Pumpe, haben damals den Ziegelrundbau und die Kuppel für den künstlichen Sternenhimmel im Nationalen Aufbauwerk mit errichtet. Das weiß der Physiklehrer und Hobbyastronom von Fotos, die der AVH jetzt in Vorbereitung des Jubiläums sammelt.

Wer Dokumente zur Geschichte des Planetariums besitzt oder sich auf Bildern wiedererkennt, die unter www.planetarium-hoyerswerda.de eingestellt sind, kann sich unter Telefon 03571/6079657 melden, informiert der AVH-Vorsitzende Peter Lindner. Er freut sich, im Stadtmuseum Hoyerswerda noch Aufnahmen von damals gefunden zu haben. „Günter Zirnstein hat wohl den Aufbau des Planetariums fotografiert“, benennt Peter Lindner eine weitere Person, die etwas wissen könnte. Die Chronik der benachbarten Oberschule „Am Planetarium“ will er noch durchblättern und die schönsten Bilder vom Aufbau und aus der Geschichte des Planetariums im Treppenaufgang des Gebäudes ausstellen.

Der Architekt des Baus, Jürgen Lienig, und der Bauleiter Dietmar Swart sollen zur Jubiläumsfeier am 9. Oktober 19 Uhr in die Aula des Foucault-Gymnasiums eingeladen werden. Am 11., 18. und 25. Oktober finden je um 19 Uhr im Planetarium Vorträge zu astronomischen Themen statt. Einer wird an die erste Mondlandung der US-Amerikaner im Sommer 1969 erinnern, so Peter Lindner.

Doch die 13 Vereinsmitglieder führen auch wie immer an diesem Ort von Januar bis Juni, im September, November und Dezember je eine Veranstaltung durch. Themen sind Recht und Gesetz im Weltraum, das moderne kosmologische Weltbild oder „Astronomie im Bierkeller“, verrät Peter Lindner.

Ein Himmels-Spektakel steht bereits am 21. Januar von 5.41 Uhr bis 6.43 Uhr in Haus. Dann kann eine totale Mondfinsternis in westlicher Himmelsrichtung beobachtet werden. „Der Mond sieht blutrot aus, wenn er den Kernschatten der Erde durchquert“, erklärt der AVH-Vorsitzende.

Am 25. Januar spricht das Vereinsmitglied Frank Donath im Planetarium ab 19 Uhr über Sternbilder am Wintersternenhimmel. Mit Volker Möckels Vortrag am 22. März „Vom Schattenstab zur Atomuhr - eine kurze Geschichte der Zeitmessung“ beteiligt sich der Verein wieder am bundesweiten Tag der Astronomie. Der Verein der Sternenfreunde führt ihn aber erst am 30. März durch. Nach Vorträgen im Herbst und Winter erfolgt bei klarem Himmel eine Sternenbeobachtung. Dafür sollten Interessenten ein Fernglas mitbringen.