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Hoyerswerdaer Ostumgehung nimmt Fahrt auf

Der Ausbau der S 108 ist aktuell in vollem Gange.
Der Ausbau der S 108 ist aktuell in vollem Gange. FOTO: ahu
Hoyerswerda. Der erste Asphalt ist gelegt, die Brücke über der Bahnstrecke wird betoniert. Der Baufortschritt liegt voll im Planungszeitraum. Anja Hummel

Der erste Spatenstich für den Bau der B 96-Ostumfahrung ist Anfang Mai gewesen. Seitdem hat sich entlang der 6,7 Kilometer langen Trasse östlich von Hoyerswerda an vielen Stellen schon so einiges getan. Längst passé sind die notwendigen Baumfällungen und Rodungen auf mehr als 1600 Quadratmetern genau wie Leitungsumverlegungen und archäologische Untersuchungen.

Der aktuelle Stand: Im ersten Bauabschnitt zwischen der B 96 und der Staatstraße 108, die Hoyerswerda mit Lohsa verbindet, sind die Erdarbeiten in vollem Gange. Stück für Stück wird der Unterbau für die Fahrbahn erstellt. Erste Teilstrecken sind bereits asphaltiert. Für das große Brückenbauwerk, auf dem die Bundesstraße die doppelgleisige Bahnstrecke Hoyerswerda-Horka überqueren wird, finden derzeit Betonierarbeiten statt. Die Basis für den gesamten Überbau, vier fast 30 Meter lange Stahlkonstruktionen, soll am 8. August eingebaut werden. Weiterhin aktuell in Arbeit ist der Ausbau eines neuen Kreuzungsabschnittes an der B 96 mit der S 108. Letztere wird um einige hundert Meter ausgebaut. Parallel zu dieser Strecke wird ein Radweg erbaut.

"Der Baufortschritt liegt voll im Planungszeitraum", versichert Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Anfang November soll der Ausbau der S 108 abgeschlossen sein. Bis Ende 2019, so der Plan, soll dann auch der zweite Bauabschnitt von der S 108 bis zur B 97, dem Endpunkt der Trasse, komplettiert sein. Die Anbindung an die Bundesstraße 97 erfolgt nordöstlich des Scheibesees in Form eines Kreisverkehrs.

Insgesamt 20 Millionen Euro soll der Straßenneubau kosten. Der Mammutanteil von 16 Millionen Euro wird vom Bund getragen.

Obwohl die aktuellen Arbeiten größtenteils auf Waldgebiet stattfinden, bleibt der öffentliche Verkehr nicht unberührt: An der Straße Richtung Lohsa führt eine Ampelanlage über die spätere Radwegtrasse an der Baustelle vorbei. Ab Frühjahr 2018, so kündigt das Lasuv an, werden im Bereich B 96 und Abzweig Spohla "provisorische Verkehrsführungen" mit Ampelregelung notwendig.