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| 14:18 Uhr

Hoyerswerda
Hoyerswerdaer Asylheim vor der Schließung?

Das Asylbewerberheim in der Hoyerswerdaer Liselotte-Herrmann-Straße: Wird es geschlossen oder weiter betrieben?
Das Asylbewerberheim in der Hoyerswerdaer Liselotte-Herrmann-Straße: Wird es geschlossen oder weiter betrieben? FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Der Betreibervertrag für das Gebäude in der Herrmann-Straße läuft im Februar 2019 aus. Von Sascha Klein

AWO-Geschäftsführer Torsten Ruban-Zeh hat mit dieser Nachricht überrascht: Das frühere Gebäude des Natz, heute Flüchtlingsunterkunft in der Hoyerswerdaer Liselotte-Herrmann-Straße und von rund 140 Menschen bewohnt, könnte bald freigezogen werden. Im Raum steht der März 2019. Das wäre in nicht einmal vier Monaten.

Das Landratsamt Bautzen macht in Fragen dieser Immobilie noch keine klare Aussage. Auf RUNDSCHAU-Nachfrage heißt es seitens der Kreisverwaltung, der Betreibervertrag sei zwar zunächst bis zum Frühjahr 2019 befristet. „Es besteht aber auch die Option, diesen um ein Jahr zu verlängern“, betont Landkreis-Pressesprecher Peter Stange. Eine Aussage, ob diese Verlängerungsoption seitens des Landkreises gezogen wird, könne „zum heutigen Tage noch nicht getroffen werden“, so Stange weiter.

Im Landkreis Bautzen gibt es derzeit fünf große Asylbewerberunterkünfte: zwei in Hoyerswerda, eine in Bautzen (Greenpark Flinzstraße), eine im Sohlander Ortsteil Wehrsdorf und eine in Kamenz (Macherstraße). In diesen sind insgesamt rund 1200 Menschen untergebracht (Stand Oktober 2018). Bis auf die Unterkunft in der Hoyerswerdaer Herrmann-Straße stünden mittelbar keine Betreiberverträge vor dem Laufzeitende, teilt die Kreisverwaltung mit. Falls sich der Landkreis dazu entschließt, den Vertrag auslaufen zu lassen, müssten die Bewohner in das Heim in der Thomas-Müntzer-Straße umziehen, das in direkter Nachbarschaft zum Heim in der Herrmann-Straße ist.

Auch künftig sollen Asylbewerber, die im Landkreis Bautzen Zuflucht finden, paritätisch und nach freien Kapazitäten verteilt werden, so Kreis-Sprecher Stange. Das beziehe die Standorte in Kamenz, Wehrsdorf und Bautzen mit ein.

Zurzeit sind 1588 Menschen im Landkreis untergebracht, die Asyl beantragt haben. Dazu kommen 77 Personen, die anerkannte Flüchtlinge sind, aber noch in Asylunterkünften leben. Rund 400 Personen leben in Wohnungen, unter anderem auch in Hoyerswerda, Bernsdorf, Wiednitz, Schwepnitz und Kamenz. Aktuelle Zahlen will der Landkreis nach eigenen Angaben in Kürze veröffentlichen.

Das Asylbewerberheim in der Hoyerswerdaer Liselotte-Herrmann-Straße: Wird es geschlossen oder weiter betrieben?
Das Asylbewerberheim in der Hoyerswerdaer Liselotte-Herrmann-Straße: Wird es geschlossen oder weiter betrieben? FOTO: LR / Sascha Klein