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| 16:26 Uhr

Hoywoys Einser-Kandidaten
Hoyerswerdaer Abiturienten mit 1,0

Nico Bilik aus Dörgenhausen ist von der Logik der Mathematik und den Ausdrucksmöglichkeiten der Kunst fasziniert.
Nico Bilik aus Dörgenhausen ist von der Logik der Mathematik und den Ausdrucksmöglichkeiten der Kunst fasziniert. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Drei von vier Hoy­erswerdaer Bildungseinrichtungen, die Jugendliche zum Abitur führen, freuen sich dieses Jahr über Absolventen mit einem Notenschnitt von 1,0. Von Katrin Demczenko

  Am Foucault-Gymnasium haben in einem insgesamt sehr leistungsstarken Jahrgang acht Schüler das Traumergebnis 1,0 erreicht, weshalb die Einrichtung 2018 erfolgreichstes Gymnasium Sachsens ist, sagte Schulleiter Uwe Blazejczyk. Die 1,0er Abiturienten sind Lewin Weber-Karpinski, Maurice Saluschke, Janine Nagler, Tom Gneuß, Daniel Puschmann, Paul Noack, Nico Bilik und Lea Lindner.

Nico Bilik aus Dörgenhausen erklärt sein sehr gutes Abitur damit, dass ihm Lernen einfach leichtfällt. Die Logik der Mathematik und die Ausdrucksmöglichkeiten der Kunst faszinierten ihn so, dass er in diesen Fächern Leistungskurse belegte. Seine ausdrucksstarken Grafiken und Zeichnungen hängen im Schulhaus und zeugen vom bildnerischen Talent des 18-Jährigen. Doch das Malen wird für Nico Bilik geliebtes Hobby bleiben, weil er ab Oktober in Dresden Medizin studiert. Im Juli und August wird er in dieser Stadt im St. Josephs Stift ein medizinisches Praktikum absolvieren und deshalb zieht er gleich Zuhause aus. Das heißt aber nicht, dass der junge Mann sein Elternhaus und Hoyerswerda nicht mag. Neben dem Lernen fürs Abitur und den Aufgaben als Kurssprecher seines Mathe-Leistungskurses half er bei Bedarf in der Dorfgaststätte seiner Eltern mit. Und Zeit für Freunde war in diesem abwechslungsreichen Alltag immer vorgesehen, sonst hätte etwas wichtiges gefehlt, sagt Nico Bilik.

Maria Weiß vom Lessing-Gymnasium ist die Einzige ihres Jahrgangs mit Bestabitur.
Maria Weiß vom Lessing-Gymnasium ist die Einzige ihres Jahrgangs mit Bestabitur. FOTO: Katrin Demczenko

 Maria Weiß vom Lessing-Gymnasium ist die Einzige ihres Jahrgangs mit Bestabitur. Die Hoyerswerdaerin war schon immer wissbegierig, wie sie erzählt, und ihr Wunsch zu lernen verstärkte sich in den Klassenstufen 11 und 12. Das Mädchen begann, mit Freude und Fleiß in allen Fächern intensiv zu arbeiten und war sich doch erst nach den Prüfungen sicher, dass es zum Durchschnitt von 1,0 gereicht hat.

Paul Ritter vom Beruflichen Schulzentrum „Konrad Zuse“ hat das berufliche Gymnasium im Zweig Wirtschaft mit der Gesamtnote 1,0 beendet.
Paul Ritter vom Beruflichen Schulzentrum „Konrad Zuse“ hat das berufliche Gymnasium im Zweig Wirtschaft mit der Gesamtnote 1,0 beendet. FOTO: Katrin Demczenko

Nun könnte Maria Weiß gleich ein Hochschulstudium absolvieren, das will sie jetzt aber nicht. Sie wird ab August in Cottbus den Beruf der Immobilienkauffrau erlernen, weil sie nach zwölf Jahren Schule erst einmal Erfahrungen in einem Betrieb sammeln möchte. „Da kann ich das Gelernte gleich anwenden“, begründet die junge Frau ihre Entscheidung. Bis dahin hat sie aber noch etwas Zeit, sich zu erholen und wird lesen, regelmäßig ins Fitnessstudio gehen und Zeit mit ihren Freunden verbringen.

Paul Ritter vom Beruflichen Schulzentrum „Konrad Zuse“ hat das berufliche Gymnasium im Zweig Wirtschaft mit der Gesamtnote 1,0 beendet. Schon auf seinem Realschulzeugnis der Oberschule „Am Stadtrand“ standen viele Einsen, weshalb er sich entschieden hatte, das Abitur zu machen. „Lernen fällt mir leicht und Zusammenhänge will ich verstehen“, sagt der junge Mann, der ab Oktober an der TU Bergakademie Freiberg Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie studieren wird. Von dort sei sein Weg nach Hause nicht so weit und er könne die Familie mehrmals im Jahr sehen. Mit einem Freund aus Niesky hat Paul Ritter schon jetzt ehrenamtlich begonnen, den Park des nahen Schlosses Mönau wieder herzurichten. In seiner Freizeit spielt er auch gern Gitarre sowie Bassgitarre und in diesem Sommer will er unbedingt das Wacken Open Air besuchen.