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| 18:44 Uhr

Hoyerswerda
Hoyerswerda zeigt Krug

Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) eröffnet die Ausstellung über Manfred Krug. Er sagte, der Schauspieler sei durch seine Haltung vom Fernsehliebling zum unliebsamen Kritiker der DDR-Oberen geworden.
Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) eröffnet die Ausstellung über Manfred Krug. Er sagte, der Schauspieler sei durch seine Haltung vom Fernsehliebling zum unliebsamen Kritiker der DDR-Oberen geworden. FOTO: Sascha Klein / LR
Hoyerswerda. Manfred Krug in jungen Jahren, im lange zensierten Film „Spur der Steine“, als König Drosselbart, als brummiger Fernfahrer – all das findet sich in der Plakatausstellung über Leben und Wirken des Schauspielers und Sängers im Lichthof des Rathauses in der Hoyerswerdaer Altstadt. Von Sascha Klein

Manfred Krug in jungen Jahren, im lange zensierten Film „Spur der Steine“, als König Drosselbart, als brummiger Fernfahrer – all das findet sich in der Plakatausstellung über Leben und Wirken des Schauspielers und Sängers im Lichthof des Rathauses in der Hoyerswerdaer Altstadt.

Wieso Krug? Hoyerswerda erinnert jährlich seit 2009 in einem regionalen Gedenktag an die erste Demonstration in der Stadt gegen die DDR-Führung am 30. Oktober 1989. Manfred Krug stehe einerseits für das Leben in der DDR, andererseits aber auch für die Folgen, die ein Aufbegehren gegen die einstige Führung mit sich bringt. Nach dem Unterzeichnen der Biermann-Petition im Jahr 1976 bekam auch Krug die ganze Härte des Staats zu spüren. Er stellte schließlich einen Ausreiseantrag und ging.

Hoyerswerdas Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) sagte, Freiheit, Demokratie und Wahlfreiheit seien hohe Güter, die es nach wie vor zu verteidigen gilt. Diejenigen, die jetzt in Dresden oder Leipzig  „Wir sind das Volk“ rufen, hätten mit denen, die das 1989 getan haben, nichts mehr zu tun.