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| 14:37 Uhr

Lausitzer Wirtschaft
Yados investiert acht Millionen Euro

 Die Firma Yados investiert acht Millionen Euro in eine Erweiterung im Gewerbegebiet Nardt. Beim Spatenstich sind dabei (v.l.n.r.): Hoyerswerdas Bürgermeister Thomas Delling, Yados-Geschäftsführer Jörg Wolf, Hoval-CEO Peter Gerner, Yados-Prokuristin Sabine Konieczny, Hoyerswerdas Oberbürgermeister Stefan Skora und Franz-Josef Volle (Käufmännischer Leiter der Firma Goldbeck Ost).
Die Firma Yados investiert acht Millionen Euro in eine Erweiterung im Gewerbegebiet Nardt. Beim Spatenstich sind dabei (v.l.n.r.): Hoyerswerdas Bürgermeister Thomas Delling, Yados-Geschäftsführer Jörg Wolf, Hoval-CEO Peter Gerner, Yados-Prokuristin Sabine Konieczny, Hoyerswerdas Oberbürgermeister Stefan Skora und Franz-Josef Volle (Käufmännischer Leiter der Firma Goldbeck Ost). FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Die Experten für Fernwärme und Blockheizkraftwerke aus Hoyerswerda machen den nächsten Schritt. Yados bekommt mehr Produktionsfläche im Gewerbegebiet Nardt. Begonnen hatte alles in einer alten Bushalle. Von Sascha Klein

Yados – das war für die Macher um Jörg Wolf und Olaf Besser im Jahr 2009 ein Traum in den alten Bushallen der Verkehrsbetriebe in Hoyerswerda. Zehn Jahre später hat das Unternehmen 220 Mitarbeiter und viel zu wenig Platz an ihrem Produktionsstandort im Gewerbegebiet Nardt am Rand Hoyerswerdas. Also investieren die Wärme- und Kälte-Experten, die heute jährlich einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro machen, jetzt rund acht Millionen Euro. Damit hat Yados seit 2009 nach eigenen Angaben etwa 25 Millionen Euro in den Standort Hoyerswerda investiert.

Dienstagmorgen bei Yados: Volles Haus für einen der wichtigsten Momente der Firmengeschichte: Prokurist Olaf Besser wirft ein paar Folien an die Wand. Es sind Orte, an denen Yados tätig gewesen ist. Das Lausitzbad Hoyerswerda erscheint, das BSZ in Bautzen. Plötzlich erscheint das Wembley-Stadion in London, dann der Buckingham-Palast. „Durch unser Mutterunternehmen Hoval sind wir jetzt königlicher Hoflieferant“, sagt Besser. Das heißt: Wenn die Queen die Heizung hochdreht – oder hochdrehen lässt – steht Yados-Technik made in Hoyerswerda dahinter.

In der neuen Halle will Yados die Erfolgsgeschichte weiterschreiben. „Wir bauen auch weiterhin das, was wir können“, sagt Olaf Besser. Das sind vor allem Fernwärmestationen und Blockheizkraftwerke (BHKW). Das Hoyerswerdaer Vorzeigeunternehmen will in Zukunft „intelligenter arbeiten“, wie Besser sagt. Das bedeutet: Mehr Maschinen sollen Einzug halten. Sie sollen etliche Arbeitsschritte schneller und günstiger machen.

Das bedeute jedoch nicht, dass Yados Arbeitsplätze abbaut. In den kommenden Jahren könnten laut Besser noch zwischen 50 und 80 Jobs dazukommen. Der Betrieb plant derzeit mit maximal 300 Stellen. „Unser Ziel ist es, Qualitätsführer in der Branche zu werden“, so der Prokurist.

 So soll die neue Yados-Halle Mitte 2020 aussehen. Im Vordergrund ist der Bau, der in den kommenden Monaten entsteht. Im Hintergrund ist die bestehende Halle, hinten links ist noch das Verwaltungsgebäude zu erkennen. Die vertraute Gestaltung behält Yados bei.
So soll die neue Yados-Halle Mitte 2020 aussehen. Im Vordergrund ist der Bau, der in den kommenden Monaten entsteht. Im Hintergrund ist die bestehende Halle, hinten links ist noch das Verwaltungsgebäude zu erkennen. Die vertraute Gestaltung behält Yados bei. FOTO: Yados

Seit 2016 ist Yados ein Teil der Liechtensteiner Hoval-Gruppe, einem der führenden Unternehmen für Heizungs- und Raumklimalösungen. Für das Mutterunternehmen sind die Hoyerswerdschen wichtig: „Für Hoval ist das ein wichtiger Standort“, sagt Peter Gerner von der Hoval-Geschäftsleitung. Durch und mit Yados will Hoval seine Potenziale noch besser nutzen.

Der Neubau im Gewerbegebiet Nardt folgt einem straffen Zeitplan. Die Baustelleneinrichtung hat begonnen, die Erdarbeiten sollen im November fertig werden. Im Juli 2020 soll die Produktion im Erweiterungsbau starten. „Wir bauen, um daraus Gewinn zu ziehen“, sagt Olaf Besser. Die Neun-Millionen-Investition aus dem Jahr 2012 habe sich bereits bezahlt gemacht.