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Hoyerswerda vor 25 Jahren: 45 000 Kumpel demonstrieren

Machtvolle Kundgebung von rund 45 000 Berg- und Energiearbeitern aus dem Lausitzer und Mitteldeutschen Revier am 28. Februar 1992 in Hoyerswerda. Sie haben um Zukunftsperspektiven im Revier gekämpft.
Machtvolle Kundgebung von rund 45 000 Berg- und Energiearbeitern aus dem Lausitzer und Mitteldeutschen Revier am 28. Februar 1992 in Hoyerswerda. Sie haben um Zukunftsperspektiven im Revier gekämpft. FOTO: Erich Schutt
Hoyerswerda/Cottbus. Sie kämpfen für den Erhalt des Bergbau im Lausitzer und Mitteldeutschen Revier unter dem Motto: "Arbeit statt Arbeitslosigkeit bezahlen". Christian Taubert

Es war heute vor 25 Jahren: Am 28. Februar 1992 gab es in Hoyerswerda die größte Demonstration nach der Wende in Ostdeutschland. Rund 45 000 Berg- und Energiearbeiter aus dem Lausitzer und Mitteldeutschen Revier mit kämpften für Zukunftsperspektiven der Bergbau- und Energiewirtschaft. IG BE-Vorsitzende Hans Berger war ebenso gekommen wie Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD), Kajo Schommer (CDU/Wirtschaftsminister in Sachsen) und Horst Rehberger (FDP/Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt). Sie forderten auf der eindrucksvollen Kundgebung den Erhalt von Braunkohletagebauen und Kraftwerken und eine ausreichende Finanzierung der Bergbausanierung nach dem Motto "Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu bezahlen". Der damalige Bezirksleiter der IG Bergbau und Energie Ulrich Freese erinnert sich: "Es ging um unsere Zukunft. Ohne diese machtvolle Demonstration wäre uns vieles in den Folgejahren bis heute nicht gelungen."