Von Katrin Demczenko

Das Leben in Hoyerswerda kann für jeden Senioren bunt sein, denn es gibt über 30 Vereine, Firmen sowie Verbände in der Stadt und dem Umland mit unterschiedlichsten Angeboten. Der Seniorenbeirat hatte sie mit Hilfe seiner Netzwerkpartner am vergangenen Mittwoch im Bürgerzentrum „Braugasse 1“ zum 3. Hoyerswerdaer Seniorentag versammelt, erklärte die Vorsitzende des Gremiums Gabriele Mark.

Ziel dieses kleinen „Marktes der Möglichkeiten“ unter dem Motto „50+ und aktiv“ ist es, Rentnern Hilfen zur Bewältigung ihres Alltages aufzuzeigen und Vereine nahe zu bringen, wo sie in Gemeinschaft Hobbys ausüben und Sport treiben können. Die Fachbereichsleiterin des Bürgeramtes Jana Nitschmann entschuldigte Oberbürgermeister Stefan Skora, der gerade Vertreter der Kohlekommission empfangen hatte. Das Stadtoberhaupt würdigte in der verlesenen Grußbotschaft den Seniorenbeirat und alle Anbieter, die sich in vielfältiger Weise für das Wohlergehen älterer Menschen in Hoyerswerda einsetzen.

Gabriele Mark begrüßte voller Freude im Saal der Kulturfabrik viele Gäste, die ein generationenübergreifendes Programm des Kinderchores der Grundschule An der Elster, des Chores der Volkssolidarität und der Tanzgruppe des Nachbarschaftshilfevereins erlebten. Informationen gab es danach unter anderem am Stand des Lausitzer Seenland Klinikums und beim Blinden- und Sehschwachenverband Sachsen, Regionalgruppe Hoyerswerda. Der letztgenannte stellt Menschen mit stark eingeschränkter Sehleistung im „Haus der Paritäten“ im Wohnkomplex III meistens spezielle Hilfsmittel vor, die ihren Alltag spürbar erleichtern, sagte Regionalgruppenleiter Steffen Krenz. Wichtig sind auch Veranstaltungen und Ausfahrten zur gemeinsamen Freizeitgestaltung.

Der im Kinghaus ansässige Eine-Welt-Laden verkaufte fair gehandelte Produkte aus Entwicklungsländern, was Christine Fritsche aus Leippe-Torno und ihren Begleiter interessierte. Beide wollten sich aber auch noch zu den Themen Sport und Gesundheit informieren. In allen Fluren und dem Kreativraum der Kulturfabrik warben die Stadtbibliothek, der Kulturbund und andere Anbieter dafür, dass Senioren verschiedene Hobbys ausüben. Der 65-jährige Trainer Rainer Vattig vom Karate-Do Hoyerswerda sagte, dass auch ältere Menschen Karate erlernen können. Körperbeherrschung und Beweglichkeit werden zwei Mal pro Woche in der Turnhalle Stauffenbergstraße trainiert – Verletzungen kommen dabei kaum vor.

Der Jugendstadtrat präsentierte die „Taschengeldbörse“, die gemeinsam mit dem Seniorenbeirat entwickelt wurde und seit einem Jahr umgesetzt wird. Jugendliche unterstützen ältere Menschen, wenn diese kleine technische Probleme mit ihrem Fernseher, dem Handy oder dem Tablet haben, erklärte Jugendstadtrat Karl-Christian Koch. Es dauerte etwas, bis das Projekt in Gang kam, aber jetzt läuft es gut. „Hundert Senioren konnte wir schon helfen“, sagte der Schüler.