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| 15:16 Uhr

Nach der BEV-Pleite
Tipps für Verbraucher nach Versorger-Insolvenz

Hoyerswerda. Die Verbraucherzentrale Hoyerswerda bestätigt, dass Kunden des Pleite gegangenen Energieversorgers BEV „keine Angst haben müssen, plötzlich im Dunklen zu sitzen“, so Angelika Große von der Verbraucherberatungsstelle in Hoyerswerda. Von Anja Hummel

Die BEV hat Insolvenzantrag gestellt, etwa 100 Haushalte im Hoyerswerdaer Umkreis sind betroffen. „Sie erhalten ab sofort Strom vom örtlichen Grundversorger, der laut Gesetz zu einer lückenlosen Weiterversorgung in der so genannten Ersatzversorgung verpflichtet ist“, klärt Angelika Große auf.

Der Insolvenzantrag von BEV beende aber nicht automatisch bestehende Stromverträge. Diese müssten jetzt mit einem einmaligen Schreiben an den Versorger gekündigt werden. „Zugleich sollten Verbraucher darin eine etwaige Einzugsermächtigung vorsichtshalber widerrufen. Mit dem Absenden der Kündigung ist diese wirksam, es bedarf keiner Bestätigung des Anbieters“, rät die Leiterin der Hoyerswerdaer Verbraucherzentrale. Die Kündigung sollte nachweislich, am besten mit Einschreiben und Rückschein, verschickt werden. Verbraucher, die Ansprüche aus nicht bezahlten Boni oder Guthaben gegenüber der BEV haben, können momentan nur hoffen, das Geld ausbezahlt zu bekommen. Bestehen Forderungen der BEV gegenüber Verbrauchern, sollte die Rechnung genau geprüft werden. In jedem Fall sollten Rechnungsbeträge nicht mehr gegenüber der BEV gezahlt werden, sondern allenfalls über das Konto des vorläufigen Insolvenzverwalters beglichen werden. so Angelika Große. Fragen der betroffenen Verbraucher beantwortet die Verbraucherzentrale in Hoyerswerda in der Einsteinstr. 47. Eine Terminvergabe ist unter Telefon 03571 406492 möglich.