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| 19:10 Uhr

Architekturprojekt in Hoyerswerda
Eine Stadt wagt sich an den Brückenschlag

Traditionsvereins-Vize Dr. Günter Seifert, Architektin Dorit Baumeister und Professorin Nina Gribat haben das Projekt vorgestellt.
Traditionsvereins-Vize Dr. Günter Seifert, Architektin Dorit Baumeister und Professorin Nina Gribat haben das Projekt vorgestellt. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Ein Architekturprojekt soll in Hoyerswerda die Alt- und Neustadt nach vielen Jahren endlich zusammenbringen. Von Sascha Klein

Besteht da noch Hoffnung nach mehr als 50 Jahren? Besteht noch Hoffnung, dass Hoyerswerdas Alt- und Neustadt sich irgendwann als eine gemeinsame Stadt begreifen, sich auch emotional näher kommen? Nina Gribat hat diese Hoffnung. Die Professorin für Entwerfen und Städtebau am Fachbereich Architektur der Uni Darmstadt kennt Hoyerswerda. Sie hat lange vor Ort geforscht, Freundschaften geknüpft. „Ich habe ein Forschungs- und ein persönliches Interesse am Wohlergehen der Stadt“, hat sie während der Projekteröffnung am Montag in der Kulturfabrik Hoyerswerda gesagt.

Was in den kommenden zwei Wochen passiert: Nina Gribat und sieben Studentinnen und Studenten halten eine Sommerschule in Hoyerswerda ab. Ihr Ziel: einen architektonischen Vorschlag machen, wie sich Alt- und Neustadt näher kommen könnten. Dazu machen sie sich ein Bild von der Stadt, sprechen mit Protagonisten und wünschen sich viele Gespräche und Anregungen aus Hoyerswerda. Und dann? Dann erarbeiten sie Vorschläge, wie ein Brückenschlag möglich sein könnte. „Es geht uns nicht nur darum, Bauwerke zu entwerfen“, sagt Nina Gribat. „Ein Teil unserer Arbeit ist, etwas zu träumen.“ Das bedeutet: Die Sommerschüler wollen eine Vorstellung entwickeln, wie sie zum Ziel kommen könnten.

Projektträger ist der Traditionsverein Glückauf Schwarze Pumpe. Sommerschul-Leiterin ist die Hoyerswerdaer Architektin Dorit Baumeister. Die Ausgangsidee, erzählt sie, hatte aber Frank Seifert, der Vorsitzende des Gewerberings Stadtzukunft. Er hatte Baumeister einmal anvertraut, dass er davon träume, beide Stadtzentren – Lausitzer Platz und Altmarkt – irgendwie miteinander zu verbinden. Die Idee war geboren. Die Architektin hat Kontakt mit Nina Gribat aufgenommen – so hat die Idee vom Brückenschlag Konturen angenommen.

Innerhalb der kommenden zwei Wochen soll es Ideen zu diesem Brückenschlag geben. Am Samstag, 29. September, gibt es um 15 Uhr eine Zwischenpräsentation in der Kulturfabrik. Alle Ideen sollen ab 6. Oktober in der Orange Box an der Einstein-Straße zu sehen sein.