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| 17:22 Uhr

Städtische Finanzen
So haushaltet Hoyerswerda

 Deutlich zu sehen: Die großen Brocken bei den Einnahmen sind Steuern und Zuweisungen - jeweils über 20 Millionen Euro.
Deutlich zu sehen: Die großen Brocken bei den Einnahmen sind Steuern und Zuweisungen - jeweils über 20 Millionen Euro. FOTO: LR
Hoyerswerda. Große Projekte, große Zahlen: Am Dienstag (26.März 2019) will Hoyerswerdas Stadtrat den ersten Doppelhaushalt beschließen. Von Sascha Klein

Am Dienstag steht im Hoyerswerdaer Stadtrat eine Premiere an: Der Stadtrat wird dann – aller Voraussicht nach – den ersten Doppelhaushalt der Stadtgeschichte beschließen. Das bedeutet: Für die Jahre 2019 und 2020 steht zum Beispiel fest, welche Straßen saniert werden sollen oder wie viel Geld die Stadt für bestimmte Leistungen ausgibt. Solch ein Stadthaushalt ist extrem komplex. Der Hoyerswerdsche Doppelhaushalt umfasst 602 Seiten.

Für das Jahr 2019 plant die Stadtverwaltung insgesamt mit einem Minus: 69,1 Millionen Euro Einzahlungen stehen 71,8 Millionen Euro Auszahlungen entgegen (siehe Grafiken). Dafür sieht es im Planjahr 2020 genau andersherum aus. Einnahmen: 72,1 Millionen Euro, Ausgaben: 70,5 Millionen Euro.

Wichtigstes Projekt: Oberschule

Die wichtigsten Projekte für die Jahre 2019 und 2020 sind der Bau der Oberschule im WK I. Dafür sind insgesamt 13,2 Millionen Euro eingeplant. Ein Großteil stammt dabei aus Fördermitteln. Mit dabei ist jetzt auch die geplante Dreifeld-Sporthalle, die die neue Oberschule einmal erhalten soll. Sie ist mit Kosten in Höhe von 5,66 Millionen Euro eingepreist.

Im Jahr 2019 soll zudem der Bau der Ortsdurchfahrt Dörgenhausen (S 95) fertig werden. Dort wird bereits seit Anfang vergangenen Jahres gebaut. Dieses Projekt kostet insgesamt 3,64 Millionen Euro.

Millionen für Schule und Kita

Millionenprojekte werden auch zwei Investitionen in Kinder: Zum einen soll die Oberschule Am Stadtrand nach dem Umzug in die neue Oberschule zur Grundschule umgebaut werden. Dafür wird die Grundschule Am Adler geschlossen. Für den Umbau der Ober- zur Grundschule veranschlagt die Stadtverwaltung rund 2,48 Millionen Euro. Ganz neu gebaut werden wird die Kindertagesstätte im Ortsteil Schwarzkollm, für die die Eltern vor Ort lange gestritten haben. Der Neubau der Kita schlägt mit rund 1,7 Millionen Euro zu Buche.

Auch der Straßenbau ist teuer. Das Großprojekt 2019 ist die Verbindung von der neuen Ortsumgehung in Richtung Innenstadt. Die Sanierung der Straße zum Industriegelände kostet rund 1,25 Millionen Euro, die Verbindung zwischen der Straße A und der Straße E wird mit Kosten in Höhe von 1,176 Millionen Euro geplant.