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| 17:06 Uhr

Hoyerswerda/Dresden
Staatsminister Schmidt lobt Leader-Projekte im Seenland

Hoyerswerda/Dresden. Bis 2020 stehen dem Lausitzer Gebiet rund neun Millionen Euro als Budget zur Verfügung.

Sachsens Staatsminister Thomas Schmidt ist am Mittwoch im Lausitzer Seenland gewesen, um sich darüber zu informieren, wie sich Projekte in den sachsenweit 30 Leader-Gebieten entwickeln.

Das Leader-Gebiet „Lausitzer Seenland“ liegt im Norden der Landkreise Bautzen und Görlitz. Die neun Gemeinden und zwei Städte bilden mit knapp 68 000 Einwohnern ein kleineres der sächsischen Leader-Gebiete. Das Leitbild „Von der Bergbau- zur Tourismus- und Energieregion“ bestehe bereits seit der vergangenen Förderperiode, so das sächsische Umweltministerium. Bis zum Jahr 2020 stehen dem Gebiet rund neun Millionen Euro als Budget zur Verfügung. Mit diesen Mitteln entstanden unter anderem in Dörgenhausen als Erweiterung zur Gaststätte „Dorfstüb’l“ zwei neue Gebäude. In dem neuen Ferienhof am „Dorfstüb’l“ stehen seit Oktober 2017 zwei Ferienwohnungen für jeweils zwei bis drei Personen zur Verfügung, teilt das Ministerium mit. Eine größere Wohnung für vier Gäste sei im Erdgeschoss barrierefrei gestaltet. Die Häuser wurden zum Großteil aus Holz errichtet und vermittelten Wärme und Gastfreundschaft. Die Wohnungen sind vom Deutschen Tourismusverband mit vier Sternen klassifiziert.

Insgesamt 30 Leader-Gebiete hatten sich im Freistaat Sachsen im Jahr 2014 gebildet – jedes von ihnen ausgestattet mit einem eigenen Budget, mit dem Vorhaben im ländlichen Raum gefördert werden können. Insgesamt standen dafür 427 Millionen Euro zur Verfügung, so das Umweltministerium weiter.

„Jedes einzelne Leader-Gebiet hat gezeigt, wie kreativ der ländliche Raum ist und dass seine Einwohner voller Ideen stecken. Mich haben die große Vielfalt der Projekte und das enorme Engagement aller Akteure sehr beeindruckt“, sagte Staatsminister Schmidt am Mittwoch beim Besuch in Dörgenhausen. „Deswegen werden wir den Leader-Ansatz weiter verfolgen und weiterhin daran arbeiten, bürokratische Hemmnisse abzubauen.“

Bei seinem Besuch im Lausitzer Seenland informierte sich Thomas Schmidt über die Umsetzung des Programms und die Impulse, die mithilfe der Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) unterstützt werden. „Die sächsischen Leader-Gebiete haben uns nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil: Ihre Freiheit, Projekte und Förderhöhen selbst zu bestimmen, haben sie mit hohem Verantwortungsbewusstsein und  Eigeninitiative genutzt“, sagte Schmidt. „Im Lausitzer Seenland ist die lange Erfahrung mit regionaler Beteiligung deutlich zu spüren, da die Strukturen schon seit vielen Jahren bestehen und eng verzahnt sind.“

(skl)