Uwe Blazejczyk, Chef der SPD-Stadtratsfraktion in Hoyerswerda, hat nach den beiden jüngsten Zwischenfällen an und in Parteibüros in Hoyerswerda gefordert, politische Auseinandersetzungen nur über Diskussionen zu führen und dabei Hetze und Verunglimpfungen außen vor zu lassen. Im Jahr 2020 wird in der Stadt ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Der Wahltermin ist noch nicht entschieden.

Büros von AfD und Linkspartei angegriffen

Am vergangenen Samstag hatten laut Polizei Unbekannte das AfD-Bürgerbüro in der Hoyerswerdaer Friedrichsstraße mit roten und schwarzen Farbbeuteln beworfen. Getroffen worden sind eine Tür und eine Außenwand. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachtes einer politisch motivierten Straftat, so die Polizei weiter. Die Höhe des Sachschadens wurde auf 500 Euro geschätzt.

Auch im Bürgerbüro der Linken in der Bonhoeffer-Straße hatte es am 9. Januar einen Zwischenfall gegeben. Laut Polizeiangaben hatte ein Unbekannter gegen 16 Uhr eine verfassungswidrige Geste gezeigt. Der Mann habe das Parteibüro betreten und dort gegenüber eines Angestellten gestikuliert. „Auch eine beleidigende Geste fuchtelte er entgegen“, so die Polizei weiter. Anschließend ging der Mann wieder aus dem Büro heraus. Das Linken-Büro war in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel für Angriffen und Schmierereien.

Blazejczyk betont nun: „Die SPD Hoyerswerda verurteilt dieses undemokratische und verfassungsfeindliche Verhalten auf das Schärfste. Wir hoffen, dass die Täter schnellstmöglichst dingfest gemacht werden und solche Aktionen künftig unterbleiben.“ Der Schulleiter weiter: „Alle Demokraten in unserer Heimatstadt Hoyerswerda müssen derartigen Aktionen entgegentreten; die politische Kultur der Vernunft muss bewahrt bleiben.“