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| 16:54 Uhr

Minderheiten-Politik
Der Plan: Stadt für kinderreiche sorbische Familien

 Hoyerswerda ist auch eine lebenswerte Stadt für kinderreiche sorbische Familien. Das sagte der heimische Regionalverband der Domowina, der aktiv um diese Familien werden möchte. 
Hoyerswerda ist auch eine lebenswerte Stadt für kinderreiche sorbische Familien. Das sagte der heimische Regionalverband der Domowina, der aktiv um diese Familien werden möchte.  FOTO: Schulträgerverein Johanneum
Hoyerswerda. Der Domowina-Regionalverband schmiedet neue Pläne für Hoyerswerda: Die Angebote an großzügigem Wohnraum sind topp.

Hoyerswerda soll Heimat kinderreicher sorbischer Familien werden. Dafür will der Domowina-Regionalverband Hoyerswerda die Werbetrommel rühren. Das sagt der Vorsitzende Marcel Braumann.

Der Verband, der Zusammenschluss sorbisch-wendischer Vereine und Institutionen in der länderübergreifenden Lausitz, will „dem Nachwuchs vieler kinderreicher Familien aus den Dörfern des sorbischen Kerngebietes, in denen ein Mangel an Grundstücken besteht, Hoyerswerda als neue familienfreundliche Heimat nahebringen“. In der Stadt gebe es günstige große Wohnungen, ganz nach dem Bedarf für Familien mit mehreren Kindern. „Die Stadt ist uns freundlich gesonnen, das ist eine Einladung“,  so Marcel Braumann weiter. Eine eigene sorbische Informationskampagne, die den Plan von der „Familienstadt Hoyerswerda“ unterstützen soll, werde  nun vorbereitet.

 Marcel Braumann, der Vorsitzende des Regionalverbands „Handrij Zejler" Hoyerswerda der Domowina, wirbt für Hoyerswerda als Heimat für kinderreiche sorbische Familien.
Marcel Braumann, der Vorsitzende des Regionalverbands „Handrij Zejler" Hoyerswerda der Domowina, wirbt für Hoyerswerda als Heimat für kinderreiche sorbische Familien. FOTO: LR / Sascha Klein

Und ein klares Bildungsziel haben die Vertreter der sorbischen und wendischen Minderheit in der Oberlausitz aufs Tapet gebracht: „Wir wollen, dass Sorbisch an unseren Schulen in der zentralen Lausitz rechtlich denselben Stellenwert hat wie an den explizit sorbischen Schulen in der Bautzener und Kamenzer Region. Diese Gleichstellung muss sich unserer Meinung nach neben den Gymnasien auch auf die Oberschulen beziehen“, erklärt Marcel Braumann.

Heftig umstritten ist in der Lausitzer Volksgruppe die von der Lausitz Energie Aktiengesellschaft (Leag), als bergbautreibendes Unternehmen, und den Politikern vor Ort und auf Landesebene besiegelte Absiedlung von Mühlrose für den Tagebau Nochten. „Unser Regionalvorstand hat sich mehrheitlich entschlossen, keine Stellungnahme gegen die geplante Umsiedlung von Mühlrose abzugeben“, berichtet Braumann.

Ein Grund sei auch die „Kohle-Tradition der eigenen Region“. Der Domowina-Regionalverband Hoyerswerda sehe die Frage der in der sorbischen Gemeinschaft stark umstrittenen Umsiedlung des Doprfes Mühlrose beim Nachbar-Regionalverband ,Jakub Lorenc-Zalěski‘, auf dessen Territorium das Dorf liegt, „in guten Händen“.

 Hoyerswerda ist auch eine lebenswerte Stadt für kinderreiche sorbische Familien. Das sagte der heimische Regionalverband der Domowina, der aktiv um diese Familien werden möchte. 
Hoyerswerda ist auch eine lebenswerte Stadt für kinderreiche sorbische Familien. Das sagte der heimische Regionalverband der Domowina, der aktiv um diese Familien werden möchte.  FOTO: Schulträgerverein Johanneum
(kw)