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| 20:49 Uhr

School’s-out-Schülerkonzert
Ferienstimmung bei School’s out

 Musiklehrer Lothar Kusche (58) arbeitet seit 1986 im Lessing-Gymnasium. Er organisiert die "School´s out" Konzerte in der Lausitzhalle.
Musiklehrer Lothar Kusche (58) arbeitet seit 1986 im Lessing-Gymnasium. Er organisiert die "School´s out" Konzerte in der Lausitzhalle. FOTO: Rainer Könen
Hoyerswerda. In der Lausitzhalle findet seit Jahren vor den Sommerferien das Schülerkonzert „School´s out“ statt. LR sprach mit Lothar Kusche (58), Musiklehrer am Lessing-Gymnasium, darüber, warum das Konzert so beliebt ist und ob nicht mal der Sänger dieses weltbekannten Songs eingeladen werden sollte. Von Rainer Könen

Herr Kusche, wenn es auf die Sommerferien zugeht, lassen zahlreiche bundesdeutsche Schulen das Schuljahr mit einem „School’s out“-Schülerkonzert ausklingen. Wie hier in Hoyerswerda.

Lothar Kusche: Welche Gründe andere Schulen für dieses Konzert haben, weiß ich nicht. Ich denke, die stimmen die Schüler auf die Ferienzeit ein. Bei uns fing das seinerzeit etwas anders an.

Wie denn?

Kusche: Hier im Lessing-Gymnasium gab es 1992 mit „Hectic in Person“ die erste Schulband, die ist mit ihren eigenen Kompositionen aufgetreten. Was gut ankam. Nachdem für sie die Schule vorbei war, musste man wieder eine neue Band kreieren.

Was am Lessing-Gymnasium offensichtlich ziemlich leicht fällt?

Kusche: Natürlich, die Schule ist ja neben anderen Profilen auch musisch ausgerichtet. So ging das in den Jahren danach immer wieder, eine Band fand sich, hörte auf, und wenn das neue Schuljahr startete, mussten wir wieder schauen, woher wir Musiker für eine neue Band zusammenbekommen konnten. 2001 fragte man mich, ob wir nicht in der letzten Schulwoche, die ohnedies eine ist, in der viele Projekte stattfinden, an einem Mittwoch ein einstündiges Schülerkonzert aufführen könnten.

Wie fanden Sie das?

Kusche: Fand ich okay. Allerdings braucht man, um eine Stunde musikalisch zu füllen, mindestens 13,14 Titel. Die muss man erst mal drauf haben. Aber es gelang uns. Wir spielten in der Lausitzhalle, wechselten uns dort in den folgenden Jahren mit dem Dörte-Dance-Projekt ab. Bis die woanders auftraten. Dann sprang André Bischof mit seiner Musikschule ein. Mit der bestreiten wir nun, ich glaube seit 2010, im Wechsel die School’s-out-Konzerte.

Die immer ausverkauft sind.

Kusche: Stimmt. Die Karten gehen ziemlich schnell weg. Wird ja auch von anderen Schulen häufiger moniert. Es können und sollen ja schließlich auch Schüler aus anderen Hoyerswerdaer Bildungseinrichtungen diese Veranstaltung besuchen können.

Sie könnten doch zwei Konzerte geben?

Kusche: Nein, nein. Zwei Konzerte an einem Tag, das ist für die jungen Musiker einfach zu viel, da ginge auch die Einmaligkeit verloren.

Ist der Besuch des Konzertes freiwillig oder ein Muss?

Kusche: Alles freiwillig, wie so vieles während unserer Projektwoche. Nach dem Konzert sind die Schüler gelöst und in Stimmung. Nachmittags wird weitergefeiert, auf unserem Sommerfest.

Klingt mächtig ferienmäßig?

Kusche: Das kann man wohl so sagen, das Schuljahr ist ja sozusagen fast vorüber.

Vor einigen Jahren sollen einige westdeutsche Schulen versucht haben, Alice Cooper, der ja diesen weltbekannten Song „School´s out“ gesungen hat, für ein solches Schülerkonzert zu engagieren. Was aus irgendwelchen Gründen nie klappte. Wäre es für Sie einen Versuch wert, diesen Rockmusik-Star zu einem School´s-out-Konzert in die Lausitzhalle einzuladen?

Kusche: Ganz ehrlich, darüber habe ich noch nie nachgedacht. Aber es wäre natürlich eine Möglichkeit und bestimmt eine tolle Sache, wenn es uns gelänge, diesen Musiker nach Hoyerswerda zu holen. Allerdings frage ich mich, ob die heutige Schülergeneration den überhaupt noch kennt.