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| 16:21 Uhr

Hoyerswerda
Hoyerswerdas Ortsteile siegen im Kinder-Vergleich

Prozentual gesehen leben die meisten Hoyerswerdaer Kinder in den Ortsteilen.
Prozentual gesehen leben die meisten Hoyerswerdaer Kinder in den Ortsteilen. FOTO: Pavel Losevsky / fotolia
Hoyerswerda. 14,8 Prozent der Einwohner in den Dörfern sind minderjährig. Alt- und Neustadt kommen da prozentual nicht hinterher. Von Sascha Klein

„Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen“, sagte die italienische Ärztin und Philosophin Maria Montessori einst. Die Erfinderin des Montessori-Pädagogik ist nie in der Hoyerswerdaer Neustadt gewesen. Sie starb im Jahr 1952. Aber wenn sie dort gewesen wäre, hätte  sie im WK II die meisten Fragen nach dem Weg gestellt bekommen. Dort wohnen die meisten Kinder und Jugendlichen in der Stadt – insgesamt rund 360. So sagen es die Hoyerswerdaer Strukturdaten. Damit ist der Wohnkomplex II auch prozentual der kinderreichste (18,9 Prozent). Es folgt der WK IX (16,2 Prozent). Kinder sind im älter werdenden Hoyerswerda ein besonders kostbares Gut. Zudem lässt sich die Stadtverwaltung Krippen, Kitas und Horte insgesamt mehr als acht Millionen Euro pro Jahr kosten.

Wer Kindergeschrei lieber von Weitem hört, der hat im WK I und WK X gute Chancen. Dort sind nur sechs Prozent aller Einwohner minderjährig. Im Verhältnis am wenigsten Kinder gibt es allerdings in der Spremberger Vorstadt. Nur 4,9 Prozent der dort Lebenden sind zwischen 0 und 17 Jahre alt. Selbst die Werte in Kühnicht (zehn Prozent) und im Grünewaldring (8,9 Prozent) sind eher mau. Zum Vergleich: Über die gesamte Stadt gesehen sind 11,75 Prozent aller Hoyerswerdschen unter 18 Jahren alt.

Trotz des Top-Werts im WK II leben in der Altstadt prozentual mehr Kinder und Jugendliche als in der Neustadt (12,9 zu 10,4 Prozent). Die kinderreichsten Ecken im Verhältnis zu den Einwohnern der jeweiligen Stadtteile sind die Dresdner Vorstadt (16,2 Prozent), die „Innere Altstadt“ (15,1 Prozent) und „Am Bahnhof“ (14,8 Prozent).

Die eigentlichen Gewinner des innerhoyerswerdschen Kinder-Duells sind allerdings die Ortsteile. Sie liegen mit durchschnittlich 14,8 Prozent Minderjährigen deutlich vor Alt- und Neustadt. Bei den Ortsteilen ganz vorne und im Stadtvergleich Zweiter ist Dörgenhausen (16,3 Prozent) – dicht gefolgt von Schwarzkollm (15,6 Prozent) und Bröthen/Michalken (15,1 Prozent). Auch Knappenrode kommt mit 14,7 Prozent auf einen guten Schnitt. Ortsteil-Schlusslicht ist Zeißig mit trotzdem guten 12,6 Prozent.