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| 19:59 Uhr

Hoyerswerda: Neunjähriger bietet Ex-Weltmeister die Stirn

Voll konzentriert: Robert Schuh (3.v.r.) aus Schwarzkollm hat mit seinem Vater Rüdiger und Bruder Ramon Schuh (rechts) die Herausforderung gegen den Ex-Weltmeister angenommen.
Voll konzentriert: Robert Schuh (3.v.r.) aus Schwarzkollm hat mit seinem Vater Rüdiger und Bruder Ramon Schuh (rechts) die Herausforderung gegen den Ex-Weltmeister angenommen. FOTO: Werner Müller/wml1
Hoyerswerda. 25 Siege, drei Remis und zwei Niederlagen – das ist die Bilanz von Schachgroßmeister Rustam Kasimdhzanov nach dem Simultanschachturnier an 30 Brettern im Lausitzcenter am Samstag. Für die wohl größte Überraschung sorgte der erst neunjährige Robert Schuh. Der ASP-Nachwuchsspieler ließ den Kopf des einstigen Schach-Weltmeisters bis zu einem Unentschieden qualmen. Werner Müller/wml1

Der ASP-Nachwuchsspieler ließ den Kopf des einstigen Schachweltmeisters bis zu einem Unentschieden qualmen.

Sehnsüchtig erwarteten 30 Schachfreunde aus Hoyerswerda und Umgebung den Ex-Schachweltmeister und Schachgroßmeister Rustam Kasimdhzanov zum Simultanspiel. Hoch konzentriert wagte er sich an die 30-fache Herausforderung. Immerhin standen am Abend 25 Siege auf dem Konto des Großmeisters. Nach dreieinhalb Stunden verabschiedete sich Kasimdhzanov von Norbert Löbmann, Marco Kesik und dem erst neunjährigen Robert Schuh mit einem Remis. Vater Rüdiger Schuh: "Ich würde mal sagen, dass er ein wenig Erbarmen mit den Kindern gezeigt hat. Aber Robert war auch gut. Mein Sohn konnte bei Zug 38 einen Bauern gewinnen. Danach hat er Kasimdhzanov das Remis angeboten, das dieser aus Stellungsgründen auch annahm."

Nur zweimal musste sich der Großmeister geschlagen geben. Er verlor die Partien gegen die beiden Hoyerswerdaer Günter Jahnel und Reiner Nestler. Günter Jahnel erklärt seinen Sieg: "Schon im Mittelspiel ließ sich der Großmeister auf taktisches Geplänkel ein. Das war dann natürlich gut, denn mithilfe der Taktik und Technik konnte ich mir einen leichten Materialvorsprung erarbeiten, der am Ende den Sieg bedeutete."

Siegchancen besaßen auch Klaus-Dieter Kesik und Trainer Andreas Wolf sowie auch sein Schützling Alexander Grohmann, denen aber jeweils im allerletzten Moment Fehler unterliefen, die der Großmeister unerbittlich bestrafte. Erwähnenswert ist auch die Leistung von Frank Hirche (MdL). Der Politiker schlug sich wacker und verlor erst als Vorletzter.