ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:54 Uhr

Besseres Image für Hoyerswerda
Marketingverein steht vor der Gründung

Hoyerswerda. Hoyerswerdaer Initiatoren wollen mit Krabat und guten Argumenten mehr Familien anlocken. Von Sascha Klein

Die Zielstellung ist klar: Hoyerswerda soll sich viel besser als bisher vermarkten und möglichst dadurch mehr Familien anlocken. Dafür soll der Marketingverein „Familienregion HOY“ gegründet werden. Noch gibt es diesen Verein aber nicht, obwohl die Initiatoren ihn bereits bis Mai hatten gründen wollen.

Jetzt, gut drei Monate später, betont Mitinitiator Steffen Markgraf, dass sich die operative Vereinsgründung auf der Zielgeraden befinde. „Wir sind optimistisch, dass in den nächsten Wochen die Gründungsversammlung durchgeführt werden kann“, teilt der Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda mit. Im Vorfeld hatten sich die Initiatoren – SWH-Geschäftsführer Falk Brandt, Lebensräume-Vorstand Axel Fietzek, Gewerbering-Vorsitzender Frank Seifert, Haarschneider-Chef Heiko Schneider und Steffen Markgraf – über eine Vereinssatzung und eine umsatzabhängige Beitragsordnung für potenzielle Mitglieder einig werden müssen, heißt es in Markgrafs Mitteilung.

Der Verein will nämlich nach seiner Gründung eher klotzen als kleckern. Im April-Stadtrat hatte SWH-Chef Falk Brandt die Idee des Marketingvereins vorgestellt. Geplant ist, dass der Verein pro Jahr ein Budget von 200 000 bis 250 000 Euro für Marketing, Imagebildung und Personal zur Verfügung hat. Im April hieß es, der neue Verein wolle zwei Mitarbeiter einstellen.

Finanziell soll sich der neue Verein großenteils durch seine Mitglieder tragen. Brandt sagte während der Präsentation im Stadtrat, Partner wie Klinikum, SWH, Yados, die beiden Großvermieter, AVI und Zookultur seien potenzielle Geldgeber. In den vergangenen Wochen seien Falk Brandt, Axel Fietzek und Heiko Schneider mit zukünftigen neuen Vereinsmitgliedern und Unternehmen im Gespräch gewesen. Auch die Stadtverwaltung Hoyerswerda soll Mitglied werden.

Der neue Marketingverein hat folgenden Auftrag: Er soll Hoyerswerdas Image im Land umkrempeln. Er soll zeigen, dass Familien gute Voraussetzungen in Hoyerswerda vorfinden: Wohnung, Kita-Platz, kurze Wege, Seenland vor der Tür. Wer dabei der Türöffner sein soll: Krabat. Die Figur des sorbischen Zauberers ist durchweg positiv besetzt und soll helfen, eine positive Botschaft von Hoyerswerda in die Republik zu transportieren. Er soll die Figur sein, die zeigt, dass trotz aller Widrigkeiten alles möglich ist.

Wenn der Verein zur Gründungsveranstaltung ruft, wird auch klar sein, wo der Marketingverein „Familienregion HOY“ seinen Sitz haben wird und wer die positive Nachricht von der Familienstadt Hoyerswerda ins Land tragen soll. Die Ankündigung der Staatskanzlei, dass Hoyerswerda Uni-Standort werden soll, macht den Verantwortlichen den Start schon etwas leichter.