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| 14:15 Uhr

60 Jahre Zoo Hoyerswerda
Künstler öffnen Freiluftatelier im Trampeltier-Gehege

 Boglarka Ilona Szücz zeigt ein Günter-Peters-Gemälde.
Boglarka Ilona Szücz zeigt ein Günter-Peters-Gemälde. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Noch wenige Tage bis zum Internationalen Bildhauersymposium im Hoyerswerdaer Zoo. Die bereits ausgewählten Künstler bearbeiten Sandstein und Eichenholz. Von Katrin Demczenko

Gleich zwei Jubiläen stehen demnächst in Hoyerswerda an: Im 60. Jahr des Zoos und zum 90. Geburtstag des Künstlers Jürgen von Woyski steht das 12. Internationale Bildhauersymposium unter dem Titel „Humanimal – Mensch – Tier – Seele“. Das sagt Kersin Noack, die Leiterin des Schloss- und Stadtmuseums Hoyerswerda.

Vom 20. Juni bis 2. Juli werden fünf Künstler aus bis zu einer Tonne schweren Sandsteinblöcken oder 2,5 Meter langen, dicken Eichenstämmen Kunstwerke erschaffen. Längst hat die aus Architekten und Künstlern der Region bestehende Jury aus 25 Bewerbungen die schönsten Entwürfe gesichtet und die Teilnehmer festgelegt. Das sind: Olaf Klepzig und Silvio Ukat aus Sachsen, Dumitru Verdianu aus Österreich, Dmitry Fedin aus Russland sowie Haik Tokmanian aus Armenien.

Der letztgenannte will ein „Happy Horse“ (glückliches Pferd) aus Sandstein erschaffen, und der Glauchauer Silvio Ukat eine „Giraffe im Boot“ aus Holz, verrät Kerstin Noack. Neben den Profis werden erstmals auch elf Schüler vom Kunstleistungskurs des Foucault-Gymnasium Hoyerswerda auf dem Symposium Sandstein bearbeiten. Alle Künstler werden gemeinsam die jetzt leerstehende Trampeltieranlage als Freiluftatelier nutzen. Außerdem wird dort auch gekocht und gegrillt.

Wenige Tage nach dem Ende des Bildhauersymposiums wird im Schloss die Jubiläumsausstellung zu 60 Jahren Zoo unter dem Titel „Ein Tiergarten entsteht“ beginnen. Am 7. Juli um 17 Uhr soll die Eröffnung auf der Sonderausstellungsfläche sein, sagt die Leiterin des Schlossmuseums Boglarka Ilona Szücz.

Sie und ihre Mitarbeiter tragen jetzt Fotos und Kunstobjekte zusammen. Dazu gehören auch 20 Gemälde auf Hartfaserplatte vom Kunstmaler und ersten Direktor des Museums im Schloss, Günter Peters. Diese Bilder sollen noch bis zum 7. Juli gerahmt werden. Das sei allerdings nur über Spenden finanzierbar, erklärt die Schlossmuseumsleiterin Boglarka Ilona Szücz.

Der Aufbau des Tiergartens war  seinerzeit die Idee von Günter Peters. Er holte auch erste Skulpturen auf das Gelände und machte Kunst dort heimisch. Jürgen von Woyski organisierte von 1975 bis 1989 viele Internationale Bildhauersymposien.

Die Zoo Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH hat diese Tradition 2014 wiederbelebt. Peters bekommt in der Sonderausstellung einen eigenen Raum und der Blick in die Zukunft des Zoos fehlt natürlich auch nicht, sagt die Museumsleiterin zum Ausstellungskonzept.

Gezeigt werden auch Zeitzeugeninterviews unter anderem mit dem Metallgestalter Manfred Vollmert und Jürgen von Woyskis Tochter Sabine Fiedler-Mohrmann, die jetzt entstehen. Günter Peters kommt in einer Aufnahme von 1987 zu Wort.

 Boglarka Ilona Szücz zeigt ein Günter-Peters-Gemälde.
Boglarka Ilona Szücz zeigt ein Günter-Peters-Gemälde. FOTO: Katrin Demczenko