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Johanneum präsentiert sich
Schüler mit Kampfkunst zu Gesang

Beim Tag der offenen Tür im Johanneum zeigten Schüler der Klassen 5 und 6 die rhythmische Kampfkunst Capoeira Angola.
Beim Tag der offenen Tür im Johanneum zeigten Schüler der Klassen 5 und 6 die rhythmische Kampfkunst Capoeira Angola. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Johanneum Hoyerswerda präsentierte Unterrichtsfächer in besonderer Form.

() Demokratieerziehung und Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern spielen an der Christlichen Schule Johanneum Hoyerswerda eine wichtige Rolle. Das war am stark besuchten Tag der offenen Tür zu erleben, den wie immer Pädagogen, Schüler, Eltern und der Schulträgerverein organisiert hatten.

Zwei Projekttage bildeten den Höhepunkt zur Vorbereitung aller Aktivitäten, die am Samstag Unterrichtsfächer von Geschichte bis Physik, Latein und Spanisch möglichst spannend präsentierten. Zu Gast waren auch die Kinder- und Jugendfarm Hoyerswerda, der 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland und andere Partner der Bildungseinrichtung.

Das Fach Gemeinschaftskunde/Politik stellten 15 Zehntklässler mit ihrem Projekt „Schüler gegen Rassismus“ vor. Leiterinnen waren, und das ist neu am Johanneum, die Gymnasiastinnen Freyja Kurzweg und Lisa Warmo. Sie wurden von Fachlehrer Wieland Fuchs unterstützt.

Alle Menschen haben nur eine Erde und müssen miteinander klarkommen. Das war die Botschaft, die jeden Besucher des Gemeinschaftskunderaums in der dritten Etage empfing. In 51 Sprachen, von Arabisch bis Zulu, stand „Herzlich willkommen“ an der Wandtafel und es duftete nach Köstlichkeiten aus aller Welt. Die Namen der Gerichte hatten die Schüler in den Sprachen der Herkunftsländer an Schalen und Teller geschrieben. Türkischer Kuskus- und deutscher Nudelsalat, englische Muffins sowie Gebäcke aus Syrien standen zum Verkosten bereit. Beim Zubereiten Letzterer hatte Leyla Daoud geholfen, die Lisa Warmo aus ihrem Wohnort Spremberg kennt.

Alle Zehntklässler hatten an den Projekttagen ein Quiz und Plakate zu Rassismus und Integration gestaltet, die während des Tages der offenen Tür auslagen. Freyja Kurzweg wollte zu diesen wichtigen Themen mit Mitschülern und Gästen ins Gespräch kommen und erinnerte an die ausländerfeindlichen Ausschreitungen 1991, in deren Folge das Johanneum gegründet worden war.

Auf ganz besondere Weise hatten sich Schüler der Klassen 5 und 6 auf den Tag der offenen Tür vorbereitet, denn sie übten Capoeira Angola. Diese rhythmische Kampfkunst zu portugiesischem Gesang, der auf Klang- und Rhythmusinstrumenten begleitet wird, kommt aus Brasilien und hat seine Wurzeln in West- und in Zentralafrika, erklärte Trainer Philipp Czapik. Er und der brasilianische Trainer Luis Antonio Feliziano lehren Capoeira Angola in einem Verein in Berlin und waren zum Workshop ans Johanneum gekommen. Koordiniert hat das Projekt Geografielehrerin Angelika Czapik, die ihren Schülern Kenntnisse über andere Länder und deren Kultur möglichst nachhaltig vermitteln will.

„Wir übten auf den Instrumenten, sangen einige Lieder und lernten Bewegungen“, erklärte Lotty Dörry. Ihr, Elen Warlich und den anderen Teilnehmern gefiel diese Art des miteinander Spielens. Die Gruppe musizierte und je zwei Schüler führten Bewegungen in Wechselwirkung zueinander aus. Das beobachteten die Besucher bei der Capoeira Angola-Vorführung.