ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:18 Uhr

Hoyerswerda gewinnt "Planspiel Stadt"

Als Stefan Skora (oben, 2.v.l.) in Vertretung der Veranstalter die Urkunde an Kursleiter Ralf Zeidler (oben, 3.v.l.) übergab, reichte Zeidler dem Oberbürgermeister im Beisein der Autoren und Experten die Dokumentation mit Ideen der Schüler.
Als Stefan Skora (oben, 2.v.l.) in Vertretung der Veranstalter die Urkunde an Kursleiter Ralf Zeidler (oben, 3.v.l.) übergab, reichte Zeidler dem Oberbürgermeister im Beisein der Autoren und Experten die Dokumentation mit Ideen der Schüler. FOTO: mdr1
Hoyerswerda. Die Erfahrung, dass Fleiß und Engagement sich auszahlen, haben am Mittwoch Schüler des Leon-Foucault-Gymnasiums gemacht: Im bundesweiten "Planspiel Stadt – Die demografische Chance" der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe belegte der Grundkurs Gesellschaftskunde unter 54 Einsendungen aus ganz Deutschland den ersten Platz. Mandy Decker

Eigentlich sei das Planspiel nicht als Wettbewerb angedacht, betonte die Jury in ihrem Schreiben an den Grundkurs Gemeinschaftskunde, Rechtserziehung und Wirtschaft, kurz: GRW. Dennoch halte die fünfköpfige Jury es für eine wichtige Motivation, den Stellenwert der besten Arbeiten hervorzuheben. "Besonders gefallen haben uns die genauen Analysen der Datensätze, und dass ihr es geschafft habt, auch Eure eigenen Alltagswahrnehmungen mithilfe der wissenschaftlichen Analyse besser zu verstehen", schreiben die Juroren den Schülern und heben auch die Fragestunden mit den Experten als "Gespräche auf Augenhöhe" hervor.

In fünf Doppelstunden Unterrichtszeit und viel häuslicher Fleißarbeit hatte sich der Kurs im Herbst vergangenen Jahres mit den demografischen Entwicklungen von Hoyerswerda und den Folgen für die Stadtgesellschaft beschäftigt. Ziel war die Entwicklung von Szenarien, die der aktuellen Entwicklung Einhalt oder gar Umkehr gebieten könnten.

Entstanden ist eine 36-seitige Broschüre, die Kursleiter Ralf Zeidler im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung im Alten Rathaus an Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) übergab. Er hoffe auf die Weiterreichung und Kommunikation der Lösungsansätze der Schüler in die verschiedenen Gremien der Stadtführung, betonte Zeidler.

Auch wenn die drei Themenkomplexe sich in der Ursachenforschung und Lösungen stark durchdrangen, konnten die Vertreter der Projektgruppen doch ganz verschiedene Ansatzpunkte präsentieren.

So stellte Lisa Meyer für die Gruppe "Wir leben länger" die Potenziale einer Pflegestadt Hoyerswerda heraus.

Nikita Koss stellte als Sprecher der Gruppe "Wir werden weniger" die Zukunft einer Wohnstadt für junge Studenten mit Fahrtkostenzuschuss zu den Universitätsmetropolen dar.

Und Sebastian Reich erklärte unter dem Stichwort "Wir werden vielfältiger", dass Hoyerswerda sich als Tourismus-Dienstleistungszentrum für das Lausitzer Seenland noch mehr dem Zuzug aus dem Ausland öffnen sollte.

Der ausdrückliche Dank der Schüler galt den drei Experten, die sich geduldig, kompetent und weit über das verabredete Maß hinaus mit den Fragen und Vorstellungen der Gymnasiasten auseinandersetzten. Stadtplaner Thomas Gröbe, Bürgeramtsmitarbeiter Roland Huth und Lebensräume-Chef Axel Fietzek betonten wiederholt, auch für weiterführende Überlegungen oder auch die Verwirklichung einiger Ideen zur Verfügung zu stehen.

Roland Huth hob hervor, dass diese Schüler es seien, die ihren Lebensweg vor sich und somit die Chance zur Gestaltung in den Händen haben. "Fahrt zum Lernen ruhig nach Dresden, aber kommt mit Euren Ideen wieder hierher zurück", forderte Roland Huth die Mädchen und Jungen mit einem Augenzwinkern auf.