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| 19:21 Uhr

Kommunalwahl 2019
Die erste Wahl des Jahres steht bevor

FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Hoyerswerda. In Sachsen ist Super-Wahljahr. In weniger als zwei Wochen geht es los: Europa- und Kommunalwahlen stehen an. Im Norden des Kreises Bautzen werden Kreistag, Stadt- und Gemeinderäte gewählt. Von Sascha Klein und Rita Seyfert

In knapp zwei Wochen haben Tausende Wahlberechtigte auch im Norden des Landkreises Bautzen die Qual der Wahl. Am 26. Mai finden parallel die Europa-, Kreistags-, Stadtrats-, Gemeinderats- und Ortschaftsratswahlen statt. Vor allem auf Kommunalebene wird es spannend: Wer schafft den Einzug in den Kreisrat, die Stadt- und Gemeinderäte?

Für die Region interessant: die Kreistags-Wahlkreise 10 (unter anderem Bernsdorf und Lauta), 12 (unter anderem Wittichenau und Lohsa), 13 (Elsterheide und ein Teil der Stadt Hoyerswerdas) und 14 (Spreetal und ein Teil der Stadt Hoyerswerda). Im Wahlkreis 10 kandidieren unter anderem Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel (CDU) und SPD-Kreischef Kevin Stanulla. Im Wahlkreis 12 wollen unter anderem Domowina-Chef Dawid Statnik (CDU), der Groß Särchener Steffen Mühl (Freie Wähler) und der Ex-Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche (AfD) in den Kreistag. Im Wahlkreis 13 stehen unter anderem der Historiker Dr. Christoph Wowtscherk (CDU), Hoyerswerdas Bürgermeister Thomas Delling (SPD) und Zoo-Mitarbeiter Felix Pál (Bündnis 90/Grüne) zur Wahl. Im Wahlkreis 14 streben unter anderem Ralph Büchner (Linke), Spreetals Bürgermeister Manfred Heine (CDU) und Michael Ratzing (AfD) nach einem Kreistagsmandat. Insgesamt haben sich kreisweit 387 Frauen und Männer zur Wahl gestellt.

  Regina Gruttke (34) aus Wittichenau:  „Als Mutter von zwei Kindern wünsche ich mir, dass mehr Geld in Spielplätze gesteckt wird. Auch der Betreuungsschlüssel in Kitas müsste dringend verbessert werden. Und der Bundesfreiwilligendienst könnte attraktiver gestaltet werden, um mehr Helfer in die ländlichen Regionen zu locken.“
Regina Gruttke (34) aus Wittichenau: „Als Mutter von zwei Kindern wünsche ich mir, dass mehr Geld in Spielplätze gesteckt wird. Auch der Betreuungsschlüssel in Kitas müsste dringend verbessert werden. Und der Bundesfreiwilligendienst könnte attraktiver gestaltet werden, um mehr Helfer in die ländlichen Regionen zu locken.“ FOTO: LR / Rita Seyfert

In der Stadt Hoyerswerda gibt es dreimal so viele Kandidaten (90) wie Stadtrats-Sitze (30). Bei der Anzahl der Kandidaten haben die Linke und die AfD die Nase vorn – sie treten mit jeweils 16 Kandidatinnen und Kandidaten an. Es folgen die SPD mit 15, CDU und Freie Wähler / Stadtzukunft mit je 13, Aktives Hoyerswerda mit zehn sowie Bündnis 90 / Grüne mit sieben Kandidaten.

  Bettina Domaschke (55) aus Groß Särchen:  „Eigentlich bin ich zufrieden. Wir haben eine Kita und eine Grundschule, Ärzte und drei Kneipen. Warum fast alle Bäume zwischen Neubuchwalde und Groß Särchen gerodet wurden, ist mir ein Rätsel. Den Grund kann einem niemand sagen. Darüber wundern wir uns alle im Dorf.“
Bettina Domaschke (55) aus Groß Särchen: „Eigentlich bin ich zufrieden. Wir haben eine Kita und eine Grundschule, Ärzte und drei Kneipen. Warum fast alle Bäume zwischen Neubuchwalde und Groß Särchen gerodet wurden, ist mir ein Rätsel. Den Grund kann einem niemand sagen. Darüber wundern wir uns alle im Dorf.“ FOTO: LR / Rita Seyfert

In Bernsdorf bewerben sich 40 Kandidatinnen und Kandidaten um die 18 Stadtrats-Mandate. CDU und FDP gehen mit jeweils zehn Kandidaten ins Rennen, Linke und Freie Wähler / BKC mit je neun. Je einen Bewerber haben SPD und AfD nominiert.

  Toni Wittenburg (18) aus Hoyerswerda:  „Für die Jugend muss mehr getan werden. Ein Skater-Park wäre cool, eine Disko fehlt. Im Block D hinterm Bowling-Center geht nicht viel. Sonst gibt’s nur den Jugendklub Ossi. Daraus könnte man mehr machen. Wo bleibt die versprochene Sanierung? Als freiwilliger Feuerwehrmann wünsche ich mir mehr Anerkennung fürs Ehrenamt. Aufklärung wäre wichtig, damit die Leute kapieren, wozu eine Rettungsgasse gut ist.“
Toni Wittenburg (18) aus Hoyerswerda: „Für die Jugend muss mehr getan werden. Ein Skater-Park wäre cool, eine Disko fehlt. Im Block D hinterm Bowling-Center geht nicht viel. Sonst gibt’s nur den Jugendklub Ossi. Daraus könnte man mehr machen. Wo bleibt die versprochene Sanierung? Als freiwilliger Feuerwehrmann wünsche ich mir mehr Anerkennung fürs Ehrenamt. Aufklärung wäre wichtig, damit die Leute kapieren, wozu eine Rettungsgasse gut ist.“ FOTO: LR / Rita Seyfert

In Wittichenau sind zurzeit 16 Stadträte aktiv – davon neun aus Reihen der CDU. Für die Wahl 2019 stehen 49 Personen zur Wahl (je 20 von CDU und Allgemeiner Bürgervertretung, vier seitens der SPD, je zwei von Alternative Stadt und Land sowie Wählervereinigung Maukendorf. Einen Kandidaten schickt die AfD ins Rennen.

  Peter Miebach (83) aus Hoyerswerda:  „Für Rollstuhlfahrer müssten die Bordsteinkanten an den Ampeln besser abgesenkt werden. Die Gehweg-Platten in der Niederkirchner Straße ebenso wie der Weg parallel zur Stauffenbergstraße müsste erneuert werden. Fotos habe ich OB Skora schon vor zwei Jahren geschickt. Bis jetzt keine Antwort. Wen ich wähle, halte ich mir noch offen. Sonst bin ich zufrieden.“
Peter Miebach (83) aus Hoyerswerda: „Für Rollstuhlfahrer müssten die Bordsteinkanten an den Ampeln besser abgesenkt werden. Die Gehweg-Platten in der Niederkirchner Straße ebenso wie der Weg parallel zur Stauffenbergstraße müsste erneuert werden. Fotos habe ich OB Skora schon vor zwei Jahren geschickt. Bis jetzt keine Antwort. Wen ich wähle, halte ich mir noch offen. Sonst bin ich zufrieden.“ FOTO: LR / Rita Seyfert

In Lauta (17 Stadträte) will der Verband Freier Wähler (zurzeit sieben Sitze) erneut stärkste Kraft im Stadtrat werden. Jedoch peilt auch die CDU (zurzeit fünf Sitze) die stärkste Fraktion an. Die Freien Wähler haben in diesem Jahr 15 Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt, die CDU in Lauta zwölf. Die meisten Bewerber stellt allerdings die Bürgerbewegung (BW) mit 16 Personen. Bündnis 90/ Die Grünen haben drei Kandidaten nominiert – unter anderem den Lautaer Kreisvorsitzenden Jens Bitzka. Die Linke geht mit zwei Personen in den Wahlkampf, die AfD ebenso. SPD-Mann Andy Ziller ist einziger Kandidat seiner Partei in Lauta.

Der Gemeinderat Elsterheide hat 16 Vertreter – 29 Personen bewerben sich zur Kommunalwahl 2019 um ein Mandat. Für die CDU kandidieren 14, für die Wählervereinigung Elsterheide elf und für die „Freunde der Antennengemeinschaft, Ffw, LSV Bluno“ vier.

In der Einheitsgemeinde Lohsa sind zurzeit 22 Gemeinderäte aktiv. Für die neue Wahlperiode haben sich 36 Personen nominieren lassen. Davon entfallen auf die CDU 16 Frauen und Männer, auf die „Wählervereinigung für die Einheitsgemeinde Lohsa“ sieben. Die Linke schickt sechs Kandidaten ins Rennen, Freie Wähler Lohsa vier, die AfD zwei Kandidaten sowie die FDP einen.

In der Gemeinde Spreetal sind 14 Gemeinderäte aktiv. 27 Personen bewerben sich jetzt um die Mandate. Die meisten Kandidaten stellt die Spreetaler Wählervereinigung mit 16 Personen. Es folgt Bündnis 90 / Die Grünen mit zehn Personen – der größten Anzahl von Grünen-Kandidaten im Norden des Landkreises. Die Linken stellen in Spreetal eine Kandidatin.