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| 17:27 Uhr

Hoyerswerda
Bürgerhaushalt: Weiter geht’s

 Sie alle haben zum Gelingen des Bürgerhaushalts 2019 beigetragen: Korina Jenßen (l.) von der Stadtverwaltung, die Steuergruppen-Mitglieder Claudia Florian, Olaf Dominick und Uwe Blazejczyk sowie OB Stefan Skora. Im September soll die Abstimmung für den Bürgerhaushalt 2020 starten.
Sie alle haben zum Gelingen des Bürgerhaushalts 2019 beigetragen: Korina Jenßen (l.) von der Stadtverwaltung, die Steuergruppen-Mitglieder Claudia Florian, Olaf Dominick und Uwe Blazejczyk sowie OB Stefan Skora. Im September soll die Abstimmung für den Bürgerhaushalt 2020 starten. FOTO: LR / Sascha Klein
Hoyerswerda. Schon im September sollen Hoyerswerdsche neue Ideen für 2020 einreichen können. Von Sascha Klein

Nach dem Bürgerhaushalt ist vor dem Bürgerhaushalt: Oder anders – in wenigen Wochen soll das Rennen um die besten Ideen aus der Hoyerswerdschen Bevölkerung für 2020 erneut beginnen.

Hoyerswerda, Altes Rathaus: Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) hat geladen, um ein erstes Fazit über den Premieren-Bürgerhaushalt in diesem Jahr zu ziehen. Was klar ist: Von den ausgewählten Projekten werden, Stand jetzt, bis auf eines alle umgesetzt. Wer an der Elster unterwegs ist, kann sich schon jetzt auf eine der neuen Bänke setzen, die durch den Bürgerhaushalt möglich geworden sind. Auch die Fassade des Feuerwehr-Gerätehauses in der Altstadt bekommt demnächst einen neuen Anstrich. Am Dienstag endete die Eingangsfrist der Angebote. Die Stadtverwaltung muss jetzt den besten Anbieter herausfiltern.

Auch beim Top-Vorschlag, der Errichtung des Wetterunterstands für die historische Dreschmaschine auf dem Dorfplatz Kühnicht, geht es voran. Am 1. August ist der Bauantrag gestellt worden. Mit der Umsetzung dauert es jedoch noch etwas.

„Wir haben diesen Bürgerhaushalt stückweit aus dem Nichts erarbeitet“, sagt Uwe Blazejczyk. Der SPD-Fraktionschef im Stadtrat ist Vorsitzender der Steuerungsgruppe, die die Bürger-Ideen beraten und den Ablauf gesteuert haben. Für ihn ist das Projekt ein Erfolg. Rund um Blazejczyk wird zustimmend von OB Skora und den Stadträten Claudia Florian (CDU) und Ralf Haenel (Linke) genickt.

Nur ein Projekt des Bürgerhaushalts lässt sich nicht umsetzen: der gewünschte Zebrastreifen an der Kita am Zoo (RUNDSCHAU berichtete). Aktuell liebäugelt die Stadtverwaltung mit dem Einrichten einer Ampel an der Stelle – was allerdings einerseits teuer und andererseits schwierig ist. Denn: In diesem Bereich sind Fischerstraße und Straße am Lessinghaus extrem eng. „Wir hatten uns das Thema Zebrastreifen viel einfacher vorgestellt“, so Ralf Haenel rückblickend, der ebenfalls Mitglied der Steuergruppe ist. Der aktuelle Stand: Straßenverkehrsbehörde und Tiefbauamt prüfen, welche Lösung mach- und bezahlbar ist.

Nutznießer des verhinderten Zebrastreifens: die Einreicher der Idee einer eingezäunten Freilauffläche für Hunde in der Altstadt. Auf einem früheren Hartplatz nahe der Thrune, der zugewachsen ist, könnte diese Freilauffläche entstehen.

Für die Stadtverwaltung geht der Blick jetzt schon wieder nach vorne Richtung 2020. Denn: Vorbehaltlich des Ja des neuen Stadtrates sollen Bürger ab Anfang/Mitte September bereits wieder neue Ideen für das kommende Jahr einreichen. Der Termin ist noch offen. Wichtig: Alle Ideen, die 2019 nicht gewählt worden sind, verfallen. Das heißt: Alte Ideen müssen wieder neu eingereicht werden. Wie im vergangenen Jahr sollen dann alle Hoyerswerdschen über die Vorschläge abstimmen können. Die Ideen mit den meisten Stimmen werden verwirklicht. Auch im Steuergremium sollen Bürger mehr zu sagen haben: Dann entscheiden dort sechs Stadträte, sechs Bürger und drei Verwaltungsmitarbeiter über die Vorschläge aus der Bevölkerung.