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| 17:26 Uhr

Sommeraktion kommt an in Hoyerswerda
Boulevard Altstadt: „Riesenerfolg“

 Hoyerswerdsche genießen während des Boulevards einen kühlen Drink in der Strandbar vom Friseur Haarschneider in der Kirchstraße.
Hoyerswerdsche genießen während des Boulevards einen kühlen Drink in der Strandbar vom Friseur Haarschneider in der Kirchstraße. FOTO: LR / Rita Seyfert
Hoyerswerda. Organisatoren und Teilnehmer sind zufrieden mit der Aktion, die auch 2020 stattfinden soll. Von Katrin Demczenko

Die nunmehr zweite Boulevard-Aktion vom Citymanagement Hoyerswerda und dem Gewerbering Stadtzukunft zur Belebung der Altstadt endete am 25. August mit dem White Dinner und wurde nun öffentlich ausgewertet. Daran beteiligten sich im Café der Kulturfabrik (Kufa) die Organisatoren, am Projekt beteiligte Dienstleister, Händler und der Fachbereichsleiter Bau der Stadtverwaltung Dietmar Wolf.

Der Boulevard Kirchstraße dauerte 2018 vier Wochen und der Boulevard Altstadt jetzt drei Monate, zeigte Dorit Baumeister vom Citymanagement Entwicklungen auf. Der Flyer vom Vorjahr wurde zum Programmheft, in dem auch teilnehmende Geschäftsleute ihre Angebote bewarben. Mit Fotos erinnerte die Citymanagerin in ihrem Vortrag an verschiedene Vorträge im erstmals genutzten „Kulturschalter“ der alten Post, gemütliche Tangoabende am Fließ, die in Hoyerswerda erfolgreich wieder aufgelegte Fete de la musique und Modeschauen ansässiger Geschäfte.

Neue Stadtmöbel, die Blaue Terrasse am Markt und der quasi wiederentdeckte Jürgen von Woyski-Park luden Bewohner ein, sich zu treffen oder Gäste der Stadt kennenzulernen, sagt Dorit Baumeister. Viele Menschen nutzten die Angebote, und auch Touristen waren davon begeistert.

Möglich wurde alles nur durch ein Netzwerk aus Dienstleistern, Gastronomen, Händlern, Kulturschaffenden, ehrenamtlichen Helfern und anderen Unterstützern, zu denen auch die Stadtverwaltung gehört. Alle Akteure mit dem Ziel zusammenzubringen, den Stadtraum zu beleben, dafür arbeitet das Citymanagement, erzählte Dorit Baumeister. Für zehn Tage konnten so alte Rundfunkempfänger aus der Privatsammlung des Hoyerswerdaer Pfarrers i.R. Manfred Martschink in Schaufenstern stehen.

„Bei der Kommunikation der Teilnehmer hakt es noch“, benennt Dorit Baumeister trotzdem ein Potential für Verbesserungen. Sie will mit ihrem Citymanagement-Kollegen Frank Graumüller die eigenständige Identität von Hoyerswerda schärfen und ein Wir-Gefühl entwickeln. Der Boulevard soll 2020 wieder drei Monate dauern, um über diesen langen Zeitraum auch Touristen herlocken zu können. „Wir denken, dass ist der richtige Weg“, sagt die Citymanagerin.

Der Kufa-Geschäftsführer Uwe Proksch nennt den Boulevard Altstadt „einen Riesenerfolg“ wegen dem besonderen Flair, den das Projekt erzeugt hat. Er lobte die vielen verschiedenen Angebote, aus denen die Besucher den ganzen Sommer auswählen konnten. „Heute ist Hoyerswerda nicht mehr so trist wie 2003, als ich nach Berlin gegangen bin“, konstatierte Robert Gbureck. Er eröffnete mit Beginn der Sommeraktion seine Eisdiele „Schoko & Luise“ am Markt und betreibt sie dauerhaft weiter.

Evelin Graf als langjährige Inhaberin eines Bekleidungsgeschäftes stellte fest, dass sie während des Projekts zwar nicht mehr Kunden bedient hat, die Altstadt aber von mehr Gästen besucht wurde. Das fand die Geschäftsfrau gut. Als Vorsitzende des Behindertenbeirates der Stadt Hoyerswerda mahnte sie an, Barrieren für behinderte Menschen weiter abzubauen.

In der Friedrichsstraße werden mehr kleine Events gebraucht, denn sie ist noch kein Ort zum Treffen, sondern eher eine Autostraße, sagt ein anderer Gewerbetreibender. Das Ordnungsamt müsse stärker die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung von zehn Kilometern pro Stunde im verkehrsberuhigten Bereich kontrollieren.

Um nach Jahren der Pause wieder ein Nachtshopping während des Boulevard 2020 durchzuführen, können interessierte Teilnehmer eine extra Zusammenkunft besuchen, sagt Dorit Baumeister. Das Citymanagement und Ladenbesitzer der Altstadt werden auch den Teschenmarkt 2019 mitgestalten, um Hoyerswerda ganzjährig zu beleben.