Montag, 16.30 Uhr in der Hoyerswerdaer Jahnsporthalle: An einer Wand hängt das riesengroße VBH-Banner bereits. Es verheißt die Förderung von Sportsgeist und Vereinskultur. An der Wand gegenüber, unter der Anzeigetafel, ist das Banner noch verhüllt. Es steht für den visuellen Höhepunkt des Nachmittags. Steffen Grigas, der Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH), und Torsten Ruban-Zeh, der neue Präsident des Sportclub Hoyerswerda, stehen am Rand der großen Halle und nippen an ihren Sektgläsern. Auf der einen Seite der Halle tummeln sich die Sportmäuse, eine Gruppe der Abteilung Kindersport des SC. Auf der anderen Seite beginnt langsam die Festveranstaltung. Torsten Ruban-Zeh setzt zu seiner ersten öffentlichen Rede als SC-Präsident an und verkündet an einem wichtigen Tag Großes: Ziel des Sportclubs bis zum Jahr 2018 sei, die Marke von 2500 Mitgliedern zu knacken. Das bedeutet theoretisch: Dann wäre fast jeder Achte Hoyerswerdaer Mitglied im SC. Zurzeit hat der Verein etwas mehr als 2100 Mitglieder. Der SC soll als Marke etabliert werden, sagt Ruban-Zeh. Gefördert werden sollen Breiten- und Gesundheitssport ebenso wie der Leistungssport.

Beim Thema Förderung kommt der Energieversorger VBH ins Spiel. Das Unternehmen, das jährlich zwischen 2,5 und drei Millionen Euro an seine Konzernmutter Städtische Wirtschaftsbetriebe (SWH) abführt und damit die Existenz von Lausitzhalle, Lausitzbad und Verkehrsgesellschaft (VGH) garantiert, fördert nun auch den SC Hoyerswerda. Geschäftsführer Steffen Grigas spricht von einer fünfstelligen Summe, die der SC als Sponsoringleistung pro Jahr erhält. Nähere Angaben macht er nicht. Im Gegenzug stärkt der regionale Energieversorger seine Position in und um Hoyerswerda. Ziel ist weiterer Imagegewinn und das Halten von Kunden. Mit einem Vorurteil will Grigas jedoch wiederholt aufräumen: Das Sponsoring habe keine Auswirkungen auf die Entwicklung von Verbrauchspreisen. "Der Gesellschafter verzichtet auf einen Teil seiner Erträge", sagt Grigas. Auch Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU), der Aufsichtsratsvorsitzender der VBH ist, lobt das Engagement des Energieversorgers und die Absicht, dauerhaft mit dem größten Hoyerswerdaer Verein zusammenzuarbeiten. Die VBH sorge dafür, dass es möglich ist, viele Angebote in der Stadt zu erhalten. Engagement in Jugend und Sport sei der richtige Weg.

Zum Finale, nach dem Auftritt der Kindersportler, Jugendhandballerinnen und Sportakrobaten, können sich auch die drei Hauptpersonen - Steffen Grigas, Torsten Ruban-Zeh und Stefan Skora - kurz sportlich betätigen. Sie enthüllen das Banner, auf dem der neue Name der Jahnsporthalle steht: VBH-Arena. Der Sportclub soll den Namen künftig in Hoyerswerda, im Freistaat und im Bund bekannt machen.